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Doch, du kannst: Die wahre Macht sexueller Reinheit

Charlotte Larcabal

Wenn es um sexuelle Reinheit geht, meinst du vielleicht, dass die Welt dir viele Freiheiten gibt und dass das Evangelium dich in vielem einschränkt. Aber genau das Gegenteil ist der Fall.

Die Welt suggeriert dir, dass du vieles tun kannst, aber auch, dass du zu vielem nicht in der Lage bist. Denk mal darüber nach: Jeden Tag wirst du mit Botschaften bombardiert wie: „Das ist doch völlig in Ordnung!“ Oder: „Dagegen kannst du gar nichts machen!“ Wenn es um sexuelle Reinheit geht, meinst du vielleicht, dass die Welt dir viele Freiheiten gibt und dass das Evangelium dich in vielem einschränkt. Aber genau das Gegenteil ist der Fall.

Heutzutage behaupten viele Menschen, dass man seine sexuellen Triebe einfach nicht steuern kann, dass man machtlos dagegen ist, dass man gar nicht anders kann, als diesen sexuellen Trieben und Begierden nachzugeben. Im Internet, im Fernsehen, in Filmen und in der Musik wird oft verherrlicht, dass jemand aufgibt und Versuchungen und fleischlichen Begierden nachgibt.

Wie oft hört man in Liedtexten Aussagen wie: „Ich kann nicht widerstehen“, „Ich hab die Beherrschung verloren“ oder „Ich kann nicht aufhören“?

Wie häufig sieht man im Fernsehen, wie jemand der Versuchung nachgibt und Intimitäten mit einem völlig fremden Menschen austauscht?

Solche Botschaften verleiten einen womöglich, zu glauben, dass es beim Sex nur darum geht, fleischliche Lust zu befriedigen und einem triebhaften Drang nach Vergnügen nachzugeben, den man einfach nicht steuern kann. Nichts könnte der Wahrheit ferner sein!

Es geht um selbstlose Liebe, nicht um selbstsüchtige Lust

Elder Jeffrey R. Holland vom Kollegium der Zwölf Apostel hat erklärt, dass Intimität „das höchste Symbol völliger Einheit ist, einer völligen Einheit, wie Gott sie verordnet und definiert hat“. Dieser buchstäblichen Vereinigung sollen ein Mann und eine Frau sich nur erfreuen, wenn sie auch „in Herz, Hoffnungen, Leben, Liebe, Familie, Zukunft, allem“ miteinander verbunden sind („Reinheit“, Herbst-Generalkonferenz 1998).

Einfach ausgedrückt ist körperliche Intimität „von Gott dazu bestimmt, Kinder zu zeugen und Ausdruck der Liebe zwischen Mann und Frau zu sein“ (Für eine starke Jugend, 2011, Seite 35). Körperliche Intimität schweißt einen eng zusammen; es ist ein selbstloser Akt. Durch sexuelle Aktivität außerhalb der Ehe – sei es mit einem anderen Menschen oder um sexuelle Gefühle in sich selbst zu wecken – wird körperliche Intimität zu etwas Selbstsüchtigem und Fleischlichem.

Wenn du dich sexuell rein hältst, achtest du die heilige Einheit der Ehe und den Plan des Glücklichseins, den der Vater im Himmel für seine Kinder aufgestellt hat. Ganz gleich, welche Entscheidungen du getroffen hast oder welchen Versuchungen du ausgesetzt bist: Du kannst dich dafür entscheiden, sexuell rein zu sein. Du kannst die Kraft empfangen, Versuchungen zu widerstehen, und du kannst das Gesetz der Keuschheit halten und warten, bis du bereit bist, in der Ehe dein ganzes Selbst zu geben. (Lies dazu auch den Artikel „Warum glaubt ihr, man solle vor der Ehe keine sexuellen Beziehungen haben?“)

Im Evangelium lernen wir: Ja, ich kann tugendhaft sein!

Eine Frau berührt das Gewand Jesu

Du hast so viel Kraft in dir. Du wirst nicht von deinen sexuellen Trieben gesteuert. Du bist ein Kind Gottes – du hast die Macht, dich zu entscheiden, und die Kraft, Versuchungen zu überwinden. Du kannst Versuchungen widerstehen, du kannst auf die „Einflüsterungen des Heiligen Geistes“ hören und du kannst „den natürlichen Menschen“ ablegen (Mosia 3:19). Du kannst sexuelle Triebe beiseitelassen und sie dir für die Ehe aufheben.

Das ist eine wichtige Botschaft des Evangeliums: Du kannst das!

Paulus schreibt genau das in seinem Brief an die Philipper: „Alles vermag ich durch ihn, der mir Kraft gibt.“ (Philipper 4:13.)

Das gilt auch für dich. Du hast einen Erretter. Er wird dich stärken, und mit seiner Hilfe kannst du tugendhaft sein.

Entscheide dich dafür, stark zu sein, indem du dich dafür entscheidest, tugendhaft zu sein

Wenn wir über sexuelle Reinheit sprechen, reden wir oft über Tugend, „eine Denk- und Verhaltensweise, die auf hohen moralischen Grundsätzen beruht“ (Verkündet mein Evangelium!, Seite 139). Der englische Begriff für Tugend, virtue, ist vom lateinischen Wort virtus abgeleitet, welches „Kraft“, „Macht“ oder „Mut“ bedeutet.

Bedenke das, wenn du die Schriftstelle liest: „Lass Tugend immerfort deine Gedanken zieren; dann wird dein Vertrauen in der Gegenwart Gottes stark werden.“ (LuB 121:45.) Wenn Tugend deine Gedanken ziert, verleihst du ihnen Macht. Wir mögen zwar nicht jeden Gedanken kontrollieren können, der uns in den Sinn kommt, aber wir können steuern, an welchen Gedanken wir festhalten. Denk daran: „Tugend liebt Tugend; Licht hält fest an Licht.“ (LuB 88:40.) Je öfter du dich für einen tugendhaften Gedanken entscheidest anstatt für einen unreinen, desto leichter fällt es dir. Mit jedem Mal wirst du stärker.

Mädchen mit Fahne

Präsident David O. McKay (1873–1970) hat gesagt: „Jeder Tat geht ein Gedanke voraus. Wenn wir unsere Taten im Griff behalten wollen, müssen wir unsere Gedanken im Griff haben.“ (Zitiert in: Thomas S. Monson, „Vorbereitung bringt Segen“, Frühjahrs-Generalkonferenz 2010.) Mit anderen Worten: Wenn du tugendhafte Gedanken hast, sind auch deine Taten und dein Leben tugendhaft. Es ist ein einfacher Fall von Ursache und Wirkung. Wenn wir uns für ein tugendhaftes Leben entscheiden, entscheiden wir uns dafür, Kraft zu haben. Was für Kraft hast du, wenn du rein und tugendhaft bist? Es ist nicht die Kraft eines Bodybuilders. Es ist besser. Es ist sogar besser als die Kraft eines Superhelden. Wenn du ein sexuell reines und tugendhaftes Leben führst, kann Gott dich mit seiner Macht segnen:

mit der Macht, voller Selbstvertrauen vor ihm zu stehen (siehe LuB 121:45)

mit der Macht, Versuchungen zu widerstehen (siehe Mosia 3:19)

mit der Macht, Hoffnungslosigkeit abzuwenden (siehe Moroni 10:22)

mit der Macht, die damit einhergeht, dass du den Heiligen Geist als ständigen Begleiter bei dir hast (siehe LuB 121:46)

Wahre Freiheit

Denk daran: Der Satan möchte dich glauben machen, dass du Freiheit erlangst, indem du Versuchungen nachgibst und die Gesetze Gottes übertrittst. Er möchte dich glauben machen, dass du gegen Versuchungen machtlos bist, dass die fleischlichen Begierden zu stark sind und dass es keinen Sinn hat, auch nur den Versuch zu unternehmen, ihnen zu widerstehen. Fall nicht darauf herein!

In Wirklichkeit erlangst du wahre Freiheit, wenn du die Gebote des Vaters im Himmel befolgst. „Wo der Geist des Herrn wirkt, da ist Freiheit.“ (2 Korinther 3:17.) Der Vater im Himmel gibt uns Gebote, um uns zu dieser Freiheit, zur wahren Freiheit, und noch weiter zu wahrem Glück zu führen.

Und selbst wenn du schon Versuchungen nachgegeben hast, steht dir der Weg zurück zu Freiheit und Freude offen, und zwar durch die Umkehr. Durch den Erretter und sein Sühnopfer kannst du wieder rein und heilig gemacht werden. Sprich mit deinen Eltern. Vereinbare einen Termin mit deinem Bischof oder Zweigpräsidenten. Wenn du das tust, kannst du wieder rein gemacht werden. Der Satan wird dir einreden wollen, dass dir das nicht möglich ist. Aber du kannst es!

Du hast die Kraft dazu, und je mehr du dich bemühst, ein reines und tugendhaftes Leben zu führen, desto größer wird diese Kraft. Wenn die Welt dir einredet, dass du etwas nicht kannst, dann entscheide dich für Tugend und mach dir bewusst, dass du es sehr wohl kannst.

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