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Was bedeutet es, Glauben an Jesus Christus zu haben?

Damit unser Glaube uns zur Errettung führen kann, muss der Herr Jesus Christus seine Grundlage sein. Glauben an Jesus Christus zu haben bedeutet, ihm zu vertrauen und seine Gebote zu halten. Richtiger Glaube ist viel mehr, als nur passiv an etwas zu glauben. Wir bringen unseren Glauben durch das zum Ausdruck, was wir tun – durch unsere Lebensweise.

Geistige Vorbereitung

Während Sie sich mit den heiligen Schriften und weiteren Hilfsmitteln beschäftigen und sich mehr Wissen zum Thema Glaube aneignen, achten Sie darauf, was den Jungen helfen könnte, ihren Glauben an Jesus Christus zu festigen.

Hebräer 11:4-9, 17-29; Ether 12:11-22 (Beispiele für Menschen, die Glauben gezeigt haben)

Jakobus 1:5,6; Jakobus 2:14-20 (Glaube besteht im Denken und Handeln)

Alma 32:21,26-43 (Glaube heißt, auf etwas zu hoffen, was man nicht sieht, was aber wahr ist)

Moroni 7:33-41 (Wundertaten werden durch Glauben gewirkt)

Quentin L. Cook, „Grundlagen des Glaubens“Liahona, Mai 2017, Seite 127–131

Bonnie H. Cordon, „Vertrau auf den Herrn und neige dich nicht von ihm weg“Liahona, Mai 2017, Seite 6–9

Dieter F. Uchtdorf, „Dritter Stock, letzte Tür“, Liahona, November 2016, 15–18

Neil L. Andersen, „Glaube ist kein Zufall, sondern eine Entscheidung“, Liahona, November 2015, Seite 65–68

Glaube“, Treu in dem Glauben, Seite 78ff.

Video: „Reiner, schlichter Glaube“, „Folge Christus – eine Osterbotschaft“

Die Jungen Männer führen lassen

Ein Mitglied der Kollegiumspräsidentschaft leitet die Kollegiumsversammlung. Der Betreffende leitet die Jungen dabei an, wenn sie sich miteinander über die Angelegenheiten des Kollegiums beraten, unterweist sie in ihren Priestertumspflichten (aus den heiligen Schriften und dem Buch Pflicht vor Gott) und bittet einen Berater oder ein Kollegiumsmitglied, eine Lektion zu einem Evangeliumsthema zu gestalten. Zur Vorbereitung könnte er während einer Präsidentschaftssitzung den Vordruck Tagesordnung für die Kollegiumsversammlung ausfüllen.

Den Lernprozess beginnen

Suchen Sie sich einen dieser Vorschläge aus oder überlegen Sie sich selber etwas, wie Sie das Thema der vorhergehenden Woche noch einmal wiederholen und das aktuelle vorstellen können:

  • Lassen Sie jeden Jungen für sich in etwa 30 Sekunden so viel wie möglich von dem aufschreiben, woran er sich aus der letzten Lektion erinnert. Fordern Sie die Jungen auf, ihre Listen miteinander zu vergleichen. Wie können Sie die Listen dazu verwenden, um zum Thema Glaube überzuleiten?
  • Zeichnen Sie ein einfaches Ruderboot und schreiben Sie „Glaube“ darauf. Zeichnen Sie ein Ruder mit der Bezeichnung „Überzeugung“ und ein weiteres mit der Bezeichnung „Taten“ hinzu. Fragen Sie das Kollegium, was mit dem Boot geschehen würde, wenn es darin nur ein Ruder gäbe. Was geschieht mit unserem Glauben, wenn wir unserer Überzeugung keine Taten folgen lassen? Verwenden Sie die heiligen Schriften oder das Nachschlagewerk Treu in dem Glauben (Seite 54ff.), um den Kollegiumsmitgliedern verständlich zu machen, was Glaube ist und wie sich diese Zeichnung auf den Glauben bezieht.

Gemeinsam lernen

Die folgenden Vorschläge können den Jungen Männern vermitteln, was es heißt, Glauben an Jesus Christus zu haben. Lassen Sie sich vom Geist inspirieren und suchen Sie einen oder mehrere Vorschläge aus, die sich für Ihr Kollegium am besten eignen:

  • Lassen Sie die Jungen Alma 32:21 und Helaman 5:12 lesen. Bitten Sie ein paar Jungen, mit eigenen Worten zusammenzufassen, was sie aus diesen Schriftstellen über den Glauben lernen. Die Jungen sollen in Elder Quentin L. Cooks Ansprache „Grundlagen des Glaubens“ oder in Elder Neil L. Andersens Ansprache „Glaube ist kein Zufall, sondern eine Entscheidung“ Beispiele von Menschen suchen, die eine starke Grundlage des Glaubens hatten. Fragen Sie sie dann, was sie herausgefunden haben. Wie können sie eine starke Grundlage des Glaubens errichten?
  • Bitten Sie zwei Jungen, nach vorne zu kommen. Einer von ihnen soll versuchen, sich auf verschiedene Weise hinzustellen (zum Beispiel mit den Füßen auseinander oder sich anlehnen). Der andere soll ihn jedes Mal, wenn er sich anders hinstellt, leicht anstupsen. In welcher Haltung hat sich der Junge nicht bewegt? In welcher Haltung ist er aus dem Gleichgewicht geraten? Bitten Sie die Jungen, Schwester Bonnie H. Cordons Ansprache „Vertrau auf den Herrn und neige dich nicht von ihm weg“ zu lesen. Dabei sollen sie nach Vorschlägen suchen, wie sie mehr Vertrauen auf Jesus Christus entwickeln und ihren Glauben auf ihn gerichtet lassen können. Können die Jungen von Erfahrungen berichten, die sie gemacht haben, als sie auf ihre eigene Klugheit gebaut haben und die Konsequenzen tragen mussten, oder als sie auf den Herrn vertraut und die Segnungen empfangen haben?  
  • Bitten Sie einen Jungen aus dem Kollegium, einen Teil des Unterrichts zu gestalten. Er könnte dies im Rahmen des Programms „Pflicht vor Gott“ tun, indem er sich mit dem Thema „Glauben“ befasst und seine Erkenntnisse weitergibt (siehe „Die Lehre verstehen“, Seite 18, 42 oder 66).
  • Bitten Sie die Jungen Männer, jeder für sich eine Geschichte in den heiligen Schriften zu finden, in der jemand seinem Glauben an Jesus Christus gemäß gehandelt hat, und sie dann den anderen zu erzählen (siehe beispielsweise Exodus 14:19-28, Matthäus 8:5-13, Hebräer 11:4-9, 17-29; Ether 12:11-22; 1 Nephi 4). Fordern Sie die Jungen auf, auch ein Beispiel dafür aufzuschreiben, wie sie selbst oder jemand, den sie kennen, Glauben an Jesus Christus ausgeübt hat. Anschließend soll jeder Junge die Geschichte erzählen, die er in den Schriften gefunden hat, und von dem persönlichen Beispiel berichten. Das könnte in kleinen Gruppen oder gemeinsam mit allen stattfinden.
  • Schreiben Sie diese Fragen an die Tafel: Was ist Glaube? Was bedeutet es, Glauben an Jesus Christus zu haben? Wie lebe ich meinen Glauben? Wie kann ich meinen Glauben vergrößern? Bitten Sie die Jungen, Präsident Uchtdorfs Ansprache „Dritter Stock, letzte Tür“ zu lesen. Dabei sollen Sie auf Antworten auf diese Fragen achten. Sie sollen an die Tafel schreiben, was sie herausgefunden haben, und das Kollegium auch an weiteren Erkenntnissen teilhaben lassen. Als Teil des Unterrichtsgesprächs könnten Sie fragen: „Was bedeutet es, im Glauben weiterzugehen, bis wir, wie die Missionare in der Geschichte, zum ‚dritten Stock, letzte Tür‘ gelangt sind?“
  • Fordern Sie die Jungen Männer auf, Matthäus 17:20 zu lesen. Fragen Sie, was es wohl bedeutet, mit un­se­rem Glau­ben Berge zu versetzen. Lesen Sie die folgende Aussage von Bischof Richard C. Edgley vor: „Ich habe nie miterlebt, wie ein echter Berg versetzt wurde. Aber ich habe gesehen, wie auf­grund von Glauben ein Berg aus Zwei­feln und Ver­zwei­flung durch Hoff­nung und Op­ti­mis­mus er­setzt wur­de. Ich selbst bin Zeuge dafür, wie auf­grund von Glau­ben ein Berg aus Sünde durch Um­kehr und Ver­ge­bung ersetzt wurde. Ich selbst bin Zeuge dafür, wie aufgrund von Glauben ein Berg aus Schmerz durch Frieden, Hoffnung und Dank­bar­keit er­setzt wurde. Ja, ich habe ge­se­hen, wie Berge ver­setzt wur­den.“ (Der Glaube – Sie haben die Wahl“, Liahona, November 2010, Seite 33.) Zeigen Sie das Video „Reiner, schlichter Glaube“ und bitten Sie die Jun­gen Män­ner, dabei nach Bergen Ausschau zu halten, die durch Glauben ver­setzt worden sind (sie können auch von eigenen Er­fah­run­gen be­rich­ten).

Fragen Sie die Jungen, was sie heute dazugelernt haben. Haben sie verstanden, was es bedeutet, Glauben an Jesus Christus zu haben? Was haben sie empfunden? Welche Eindrücke hatten sie? Haben sie noch weitere Fragen? Wäre es sinnvoll, sich noch länger mit diesem Punkt der Lehre zu beschäftigen?

Zum Handeln auffordern

Das Mitglied der Kollegiumspräsidentschaft, das die Leitung hat, schließt die Versammlung auch. Der Betreffende kann:

  • darüber reden, was es ihm bedeutet, Glauben an Jesus Christus zu haben und wie er seinen Glauben in die Tat umsetzen möchte
  • ein Gespräch darüber leiten, wie sich der Glaube der Kollegiumsmitglieder in ihrem Priestertumsdienst widerspiegelt