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Was bedeutet es umzukehren?

Jesus Christus hat die Strafe für unsere Sünden erlitten, damit wir umkehren können. Umkehr ist eine Herzens- und Sinneswandlung, die uns Gott näherbringt. Dazu gehört, dass man sich von Sünde abwendet und Gott um Vergebung bittet. Die Liebe zu Gott und der aufrichtige Wunsch, seine Gebote zu halten, bewegen uns zur Umkehr.

Geistige Vorbereitung

Befassen Sie sich gebeterfüllt mit diesen Schriftstellen und Quellen. Was motiviert Sie, Umkehr zu üben?

Jesaja 1:18 (Durch Umkehr können wir von unseren Sünden rein gemacht werden)

Römer 3:23; 1 Johannes 1:8 (Wir haben alle gesündigt)

Alma 19:33 (Umkehr bewirkt eine Herzenswandlung)

Alma 36:6-24 (Alma kehrt um und empfängt Vergebung durch die Gnade des Erretters)

Alma 39:8 (Wir können unsere Sünden vor Gott nicht verbergen)

LuB 58:42,43 (Wir müssen unsere Sünden bekennen und von ihnen lassen, um umzukehren)

Umkehr“, Für eine starke Jugend, Seite 28f.

Dieter F. Uchtdorf, „Der ‚Point of Safe Return‘“, Liahona, Mai 2007, Seite 99ff.

D. Todd Christofferson, „Umkehr – ein Geschenk Gottes“, Liahona, November 2011, Seite 38-41

Video: „Innerhalb der Grenzen“

Die Jungen Männer führen lassen

Ein Mitglied der Kollegiumspräsidentschaft leitet die Kollegiumsversammlung. Der Betreffende leitet die Jungen dabei an, wenn sie sich miteinander über die Angelegenheiten des Kollegiums beraten, unterweist sie in ihren Priestertumspflichten (aus den heiligen Schriften und dem Buch Pflicht vor Gott) und bittet einen Berater oder ein Kollegiumsmitglied, eine Lektion zu einem Evangeliumsthema zu gestalten. Zur Vorbereitung könnte er während einer Präsidentschaftssitzung den Vordruck Tagesordnung für die Kollegiumsversammlung ausfüllen.

Den Lernprozess beginnen

Suchen Sie sich einen dieser Vorschläge aus oder überlegen Sie sich selber etwas, wie Sie das Thema der vorhergehenden Woche noch einmal wiederholen und das aktuelle vorstellen können:

  • Bitten Sie die Jungen, Bilder zu zeichnen, die sie an etwas erinnern, was sie letzte Woche gelernt haben, und sich darüber zu unterhalten.
  • Lassen Sie einen Jungen die Arme ausstrecken und dabei einen schweren Gegenstand in jeder Hand halten. Währenddessen sollen sich die Kollegiumsmitglieder darüber unterhalten, inwiefern Sünde eine schwere Last sein kann. Legen Sie ihm im Laufe des Gesprächs weitere schwere Gegenstände in die Hand. Nehmen Sie ihm die Gegenstände ab und fragen Sie die Jungen, was sie aus diesem Anschauungsunterricht über Sünde und Umkehr lernen können.

Gemeinsam lernen

Die folgenden Vorschläge können den Kollegiumsmitgliedern näherbringen, was es heißt, Umkehr zu üben. Lassen Sie sich vom Heiligen Geist führen und suchen Sie einen oder mehrere Vorschläge aus, die sich für Ihr Kollegium am besten eignen:

  • Bitten Sie ein Kollegiumsmitglied, einen Teil des Unterrichts zu gestalten. Der Betreffende könnte dies im Rahmen des Programms „Pflicht vor Gott“ tun, indem er lernt und andere lehrt, was Umkehr bedeutet (siehe „Die Lehre verstehen“, Seite 18, 42 oder 66).
  • Bitten Sie einen der Jungen, einen Gegenstand zu verstecken, während die anderen Kollegiumsmitglieder ihm dabei zusehen. Bitten Sie ein anderes Kollegiumsmitglied, den Gegenstand zu suchen. Was lernen wir aus diesem Beispiel darüber, ob wir unsere Sünden vor Gott verbergen können? (Siehe Alma 39:8.) Fragen Sie die Jungen Männer, aus welchen Begebenheiten in den heiligen Schriften wir lernen können, dass wir unsere Sünden vor Gott nicht verbergen können. (Siehe zum Beispiel Jona 1 und 2; 2 Samuel 11 und 12; Apostelgeschichte 5:1-11.) Bitten Sie die Jungen Männer, die folgenden Fragen in Kleingruppen zu besprechen: Auf welche Weise versuchen Menschen manchmal, ihre Sünden zu verbergen? Wie würdet ihr jemandem erklären, dass man seine Sünden nicht verbergen kann?
  • Bitten Sie einen Jungen Mann, ein Bild von Alma und den Söhnen Mosias hochzuhalten (siehe Bildband zum Evangelium, Nr. 77) und die Geschichte von ihrer Umkehr zu erzählen (siehe Alma 36:6-24). Bitten Sie die Jungen, sich still Alma 36:13,17-20,23,24 durchzulesen, die Grundsätze der Umkehr in diesen Versen zu suchen und dann in Kleingruppen zu besprechen, was sie herausgefunden haben. Ermuntern Sie die Jungen Männer, schriftlich festzuhalten, was sie konkret tun können, um die Grundsätze der Umkehr in ihrem Leben anzuwenden.
  • Bitten Sie die Jungen Männer, sich mit einem Abschnitt des Kapitels „Umkehr“ in der Broschüre Für eine starke Jugend oder mit ausgewählten Abschnitten aus einer der in diesem Unterrichtskonzept vorgeschlagenen Ansprachen zu befassen. Die Jungen sollen alles markieren, was ihnen auffällt, und darüber sprechen. Regen Sie sie an, Fragen, die sie eventuell zur Umkehr haben, anonym aufzuschreiben. Bitten Sie den Bischof, die Fragen zu beantworten und zu erklären, inwiefern Umkehr mit der Macht des Priestertums zusammenhängt.
  • Zeigen Sie das Video „Innerhalb der Grenzen“. Bitten Sie eine Hälfte des Kollegiums, darauf zu achten, was sie aus diesem Video darüber lernen, was es bedeutet, umzukehren, und bitten Sie die andere Hälfte, darauf zu achten, welche Rolle der Bischof dabei spielt, uns zur Umkehr zu bewegen. Fragen Sie sie, was sie gelernt haben. Was würden Sie zu einem Freund sagen, der sich vielleicht nicht traut, mit dem Bischof über Fehler zu sprechen, die er begangen hat?

Fragen Sie die Jungen, was sie heute dazugelernt haben. Begreifen sie, was es bedeutet, Umkehr zu üben? Welche Gefühle oder Eindrücke haben sie? Haben sie noch weitere Fragen? Wäre es sinnvoll, sich noch länger mit diesem Punkt der Lehre zu beschäftigen?

Zum Handeln auffordern

Das Mitglied der Kollegiumspräsidentschaft, das die Leitung hat, schließt die Versammlung auch. Der Betreffende kann:

  • darüber sprechen, was ihm der Erretter bedeutet und was es heißt, umzukehren, oder er kann die Kollegiumsmitglieder bitten, sich dazu zu äußern
  • die Jungen Männer auffordern, über ihr Leben nachzudenken und sich zu überlegen, was sie ändern müssen