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Wie eigne ich mir größere Geduld an?

Geduld ist die Fähigkeit, Verzögerungen, Schwierigkeiten, Widerstand oder Leid zu ertragen, ohne wütend, frustriert oder beunruhigt zu sein. Wir können Geduld entwickeln, indem wir uns bemühen, Gottes Willen zu tun und seinen Zeitplan anzunehmen, und indem wir darauf vertrauen, dass er alles erfüllt, was er uns verheißen hat. Wenn wir lernen, in Kleinem geduldig zu sein, bereiten wir uns darauf vor, dies auch in größeren Prüfungen zu schaffen.

Geistige Vorbereitung

Befassen Sie sich gebeterfüllt mit diesen Schriftstellen und Quellen. Was gibt der Geist Ihnen ein? Welche davon sollten Sie mit den Jungen besprechen?

Ijob 1; 19:25,26 (Das Beispiel von Ijob)

Psalm 37:7-9; Lukas 21:19; Hebräer 10:35,36; Mosia 23:21,22; Alma 26:27; LuB 24:8 (Segnungen werden denen zuteil, die geduldig sind)

Römer 5:3; Jakobus 1:3 (Drangsal bewirkt Geduld)

Dieter F. Uchtdorf, „In Geduld fortfahren“, Liahona, Mai 2010, Seite 56–59; siehe auch das Video „In Geduld fortfahren“

Robert C. Oaks, „Die Macht der Geduld“, Liahona, November 2006, Seite 15ff.

Die Jungen Männer führen lassen

Ein Mitglied der Kollegiumspräsidentschaft (oder ein Assistent des Bischofs aus dem Priesterkollegium) leitet die Kollegiumsversammlung. Er leitet die Jungen dabei an, wenn sie sich miteinander über die Angelegenheiten des Kollegiums beraten, unterweist sie in ihren Priestertumspflichten (aus den heiligen Schriften und dem Buch Pflicht vor Gott), fragt sie, welche Erfahrungen sie machen, wenn sie ihre Pflicht vor Gott erfüllen, und bittet einen Berater oder ein Kollegiumsmitglied, eine Lektion zu einem Evangeliumsthema zu gestalten. Zur Vorbereitung könnte er während einer Präsidentschaftssitzung den Vordruck Tagesordnung für die Kollegiumsversammlung ausfüllen.

Den Lernprozess beginnen

Suchen Sie sich einen dieser Vorschläge aus oder überlegen Sie sich selbst etwas, wie Sie das Thema der Vorwoche noch einmal wiederholen und das aktuelle vorstellen können:

  • Bitten Sie einen Jungen, einen Satz an die Tafel zu schreiben, der das zusammenfasst, was er im vorigen Unterricht dazugelernt hat.
  • Schreiben Sie den Titel der heutigen Lektion an die Tafel, und lesen Sie den Absatz vom Beginn dieses Konzepts vor. Fragen Sie die Jungen, in welchen Situationen sie möglicherweise Geduld zeigen müssen (beispielsweise während der Ausbildung, in der Ehe und am Arbeitsplatz). Zeigen Sie verschiedene Gegenstände, die symbolisch eine Situation darstellen, in der Sie geduldig sein mussten (zum Beispiel eine Schulabschlussurkunde, einen Ehering oder ein Namensschild für Missionare). Lassen Sie sie raten, was diese Gegenstände mit Geduld zu tun haben, und berichten Sie dann von der jeweiligen Erfahrung.

Gemeinsam lernen

Jede dieser Lernaktivitäten dient dazu, dass die Kollegiumsmitglieder verstehen, wie wichtig es ist, geduldig zu sein. Lassen Sie sich vom Geist inspirieren und suchen Sie einen oder mehrere Vorschläge aus, die sich für Ihr Kollegium am besten eignen:

  • Schreiben Sie die Überschriften „Geduld“ und „Ungeduld“ an die Tafel. Teilen Sie jedem Jungen eine der in diesem Konzept angegebenen Schriftstellen zu. Die Jungen sollen ihre Schriftstellen abwechselnd vorlesen, darüber sprechen, was sie bedeuten, und an die Tafel schreiben, wie man gesegnet wird, wenn man geduldig ist, und welche Folgen Ungeduld mit sich bringt. Welche weiteren Segnungen beziehungsweise Folgen können sie der Liste hinzufügen? Jeder Junge soll eine Situation aufschreiben, die Geduld erfordern würde (dabei soll es nicht nur um besonders schwierige Situationen, sondern auch um Unannehmlichkeiten im täglichen Leben gehen). Die Jungen sollen dann ihr Blatt Papier mit einem anderen Jungen tauschen und aufschreiben, wie man in dieser Situation geduldig reagieren könnte. Anschließend sollen sie dem Kollegium berichten, was sie geschrieben haben.
  • Erzählen Sie die Geschichte des geduldigen Vaters aus der Ansprache „Die Macht der Geduld“ von Elder Robert C. Oaks. Bitten Sie die Jungen, eine Begebenheit zu erzählen, in der es um Geduld geht. Geben Sie jedem Jungen einen kleinen Abschnitt dieser Ansprache, der das Thema vertiefen könnte. Die Jungen sollen die Abschnitte vorlesen oder kurz zusammenfassen, was darin gesagt wird. Welche Punkte aus der Ansprache motivieren sie, dem Herrn und seinem Zeitplan zu vertrauen? Aus welchen Gründen sind wir manchmal ungeduldig? Wie können wir diese Haltung überwinden?
  • Zeigen Sie den Jungen verschiedene Poster der Kirche aus aktuellen Ausgaben des Liahonas. Teilen Sie das Kollegium in kleine Gruppen. Jede Gruppe soll ein eigenes Poster zum Thema Geduld erstellen. Zunächst könnten sie eine passende Schriftstelle heraussuchen (beispielsweise eine aus diesem Konzept) und sich überlegen, wie man diese kreativ auf einem Poster darstellen könnte. Sie sollen ihr Poster dem Kollegium zeigen und erklären, was sie unter Geduld verstehen. (Im Rahmen dieses Gesprächs bietet es sich an, die Definition von Geduld am Anfang dieses Unterrichtskonzepts vorzulesen.)
  • Zeigen Sie das Video „In Geduld fortfahren“. Fragen Sie die Jungen, was sie aus dem Experiment mit den Marshmallows erfahren. In welchen Situationen könnten die Jungen ungeduldig werden? Jeder Junge soll einen Abschnitt der Ansprache „In Geduld fortfahren“ von Präsident Dieter F. Uchtdorf für sich lesen. Anschließend soll er den Inhalt für das übrige Kollegium zusammenfassen und erklären, was er aus diesem Abschnitt erfahren hat. Wie kann Präsident Uchtdorfs Rat den Jungen Männern helfen, geduldiger zu sein?
  • Bitten Sie ein Kollegiumsmitglied, die Geschichte von Ijob (siehe Ijob 1) zu erzählen. Was glauben die Jungen, warum Ijob seine Prüfungen so geduldig ertragen konnte? Wie hat ihm sein Glaube an den Erretter geholfen (siehe Ijob 19:25,26)? Das Kollegium soll aufzählen, was es tun kann, um Ungeduld zu überwinden – sowohl in großen Schwierigkeiten wie denen von Ijob als auch in kleineren, alltäglichen Prüfungen.
  • Lesen Sie als Kollegium gemeinsam die Absätze 9 bis 17 aus der Ansprache „Hoffen auf den Herrn: ‚Dein Wille geschehe‘“ von Elder Robert D. Hales. Dabei sollen sie darauf achten, was es bedeutet, auf den Herrn zu hoffen. Bitten Sie die Jungen, die Schriftstellen aufzuschlagen, die Elder Hales zitiert, um ihr Verständnis zu vertiefen. Anschließend sollen sie sagen, was sie aus diesen Versen über Geduld erfahren. Wie können die Jungen anhand von Elder Halesʼ Worten oder diesen Schriftstellen jemandem helfen, der die Hoffnung verloren hat?

Fragen Sie die Jungen, was sie heute dazugelernt haben. Begreifen sie, wie wichtig es ist, geduldig zu sein? Welche Gefühle oder Eindrücke haben sie? Haben sie noch weitere Fragen? Wäre es sinnvoll, sich noch länger mit diesem Punkt der Lehre zu beschäftigen?

Zum Handeln auffordern

Der Junge Mann, der die Versammlung leitet, schließt sie auch. Der Betreffende könnte:

  • berichten, was es für ihn bedeutet, geduldig zu sein, und die anderen Jungen bitten, in der kommenden Woche mit ihren Eltern und Geschwistern geduldiger zu sein
  • die übrigen Jungen auffordern, eine Schriftstelle oder ein Zitat über Geduld (oder ein Poster, das sie erstellt haben) irgendwo aufzuhängen, wo sie es häufig sehen, sodass sie daran denken, geduldig zu sein