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Wie kann ich meinen weniger aktiven Freunden helfen, zur Kirche zurückzukommen?

Ein Teil unserer Pflicht als Priestertumsträger besteht darin, uns um Kollegiumsmitglieder und Freunde zu kümmern, die nicht zur Kirche kommen. Präsident Monson hat uns oft ans Herz gelegt, zur Rettung zu eilen („Zur Rettung“, Liahona, Juli 2001, Seite 57). Wir können unseren weniger aktiven Freunden helfen, indem wir dafür sorgen, dass sie unsere aufrichtige Liebe und Anteilnahme verspüren. Das tun wir, wenn wir durch Wort und Tat Zeugnis geben und sie bei unseren Aktivitäten einbeziehen.

Geistige Vorbereitung

Befassen Sie sich gebeterfüllt mit diesen Schriftstellen und Quellen. Was gibt der Geist Ihnen ein? Welche davon sollten Sie mit den Jungen besprechen?

Lukas 15:1 (Die Gleichnisse vom verlorenen Schaf, von der verlorenen Drachme und vom verlorenen Sohn)

Alma 31:34,35; LuB 18:10,14-16 (Die Seelen haben großen Wert)

LuB 20:46,47,53-55 (Pflichten der Träger des Aaronischen Priestertums)

S. Mark Palmer, „Und Jesus sah ihn an und gewann ihn lieb“Liahona, Mai 2017, Seite 114ff.

Mervyn B. Arnold, „Wir sind in der Lage, andere zu retten“, Liahona, Mai 2016, Seite 53ff.

Dieter F. Uchtdorf, „Kommen Sie zu uns!“, Liahona, November 2013, Seite 21–24

Videos: „Wir sind Brüder“; „Anderen helfen, zur Kirche zurückzukommen“„Interaktive Gesprächsrunde mit Präsident Eyring und Elder Holland: Wie kann ich meinen weniger aktiven Angehörigen helfen?“

Die Jungen Männer führen lassen

Ein Mitglied der Kollegiumspräsidentschaft (oder ein Assistent des Bischofs aus dem Priesterkollegium) leitet die Kollegiumsversammlung. Er leitet die Jungen dabei an, wenn sie sich miteinander über die Angelegenheiten des Kollegiums beraten, unterweist sie in ihren Priestertumspflichten (aus den heiligen Schriften und dem Buch Pflicht vor Gott), fragt sie, welche Erfahrungen sie machen, wenn sie ihre Pflicht vor Gott erfüllen, und bittet einen Berater oder ein Kollegiumsmitglied, eine Lektion zu einem Evangeliumsthema zu gestalten. Zur Vorbereitung könnte er während einer Präsidentschaftssitzung den Vordruck Tagesordnung für die Kollegiumsversammlung ausfüllen.

Den Lernprozess beginnen

Suchen Sie sich einen dieser Vorschläge aus oder überlegen Sie sich selber etwas, wie Sie das Thema der Vorwoche noch einmal wiederholen und das aktuelle vorstellen können:

  • Fragen Sie die Jungen, was sie getan haben, um Aufgaben zu erfüllen, die sie während der vorigen Lektion erhalten haben.
  • Zeigen Sie eines der in diesem Konzept vorgeschlagenen Videos oder erzählen Sie, wie Sie einem weniger aktiven Freund oder Familienmitglied geholfen haben, zur Kirche zurückzukehren. Die Jugendlichen sollen Alma 31:34,35 und LuB 18:10,14-16 lesen. Was erfahren wir aus diesen Schriftstellen und Erlebnissen darüber, was der Vater im Himmel für uns empfindet?

Gemeinsam lernen

Die folgenden Aktivitäten können den Kollegiumsmitgliedern vor Augen führen, wie sie ihre weniger aktiven Freunde stärken können. Lassen Sie sich vom Geist inspirieren und suchen Sie einen oder mehrere Vorschläge aus, die sich für Ihr Kollegium am besten eignen:

  • Zeigen Sie dem Kollegium ein Bild von einem Hirten und einem Schaf, wie zum Beispiel Jesus trägt ein verlorenes Schaf (Bildband zum Evangelium, 2009, Nr. 64). Singen oder lesen Sie mit den Jungen das Lied „Tief in dem Herzen des Hirten“ (Gesangbuch, Nr. 149). Dabei sollen sie auf Wörter oder Formulierungen achten, mit denen die Liebe Jesu Christi für seine Schafe beschrieben wird. Die Mitglieder des Kollegiums sollen sich überlegen, wie sie dem Erretter helfen können, diejenigen zu sammeln, die verlorengegangen sind. Als Hilfestellung könnten sie noch einmal die vier Lektionen durchsehen, die Elder S. Mark Palmer am Ende seiner Ansprache „Und Jesus sah ihn an und gewann ihn lieb“ erwähnt hat. Wie können uns diese Lektionen helfen, wenn wir auf unsere weniger aktiven Angehörigen und Freunde zugehen? Welche anderen Grundsätze fallen den Jungen Männern ein, die dabei behilflich sein könnten?
  • Fragen Sie die Jungen, ob sie schon einmal etwas sehr Wertvolles verloren haben. Was haben sie alles unternommen, um es wiederzufinden? Teilen Sie jedem Kollegiumsmitglied eines der drei Gleichnisse in Lukas 15 zu. Bitten Sie sie, das Gleichnis mit eigenen Worten wiederzugeben und einen Satz daraus vorzulesen, der das zusammenfasst, was der Heiland damit zu verstehen gab. Was lernen die Schüler aus dem, was der Hirte, die Frau und der Vater in diesen Gleichnissen taten? Wie können die Jugendlichen diesem Beispiel nacheifern, indem sie sich derer annehmen, die in ihrem Kollegium „verloren gegangen“ sind? Fragen Sie die Jungen, ob sie Freunde oder Angehörige haben, die weniger aktiv waren und zur Kirche zurückgekehrt sind.
  • Bitten Sie die Jungen, Lehre und Bündnisse 18:10-13 zu lesen, und fragen Sie sie, wie sie diesen Satz vervollständigen würden: „Die Seelen haben großen Wert, weil …“. Die Schüler sollen Lehre und Bündnisse 20:46,47,53-55 lesen und Wörter und Formulierungen an die Tafel schreiben, die ihre Priestertumspflichten beschreiben. Welche dieser Begriffe beschreiben, wie wir uns der Mitglieder des Kollegiums annehmen können, die weniger aktiv sind? Fordern Sie den Kollegiumspräsidenten auf, ein Gespräch darüber anzuleiten, was die Jugendlichen tun können, um sich um ein weniger aktives Mitglied des Kollegiums zu kümmern.
  • Bitten Sie vorab jemanden aus dem Kollegium, Elder Mervyn B. Arnolds Ansprache „Wir sind in der Lage, andere zu retten“ zu lesen. Er soll sich vorbereiten, ein oder zwei Geschichten aus der Ansprache zu erzählen, die ihn beeindruckt haben. Die Jungen sollen besprechen, inwiefern sich diese Geschichten auf sie als Kollegium beziehen könnten. Wen kennen sie, der nicht mehr in die Kirche kommt? Wie können sie demjenigen als Kollegium mit vereinten Kräften helfen, dem Erretter näherzukommen? Sie können die Jungen auch auffordern, auf die vier wichtigsten Grundsätze in Elder Arnolds Ansprache zu achten. Kennen sie Menschen, die diese Grundsätze beispielhaft vorleben? Was können sie tun, um auch so zu sein?
  • Führen Sie an der Tafel Gründe auf, die Menschen dafür angeben, nicht zur Kirche zu gehen, etwa: „Ich habe Zweifel an den Lehren der Kirche“, „Ich fühle mich unter den Leuten dort nicht wohl“, „Ich glaube nicht, dass ich mich an die Maßstäbe der Kirche halten könnte“, „Ich kenne ein Mitglied der Kirche, das ein Heuchler ist“ und so weiter. Fordern Sie die Jungen Männer auf, herauszuarbeiten, wie Präsident Dieter F. Uchtdorf in seiner Ansprache „Kommen Sie zu uns!“ auf diese Bedenken eingegangen ist. Geben Sie den Jungen die Gelegenheit, anhand eines Rollenspiels darzustellen, wie sie reagieren würden, wenn ein Freund eines dieser Bedenken zum Ausdruck bringen würde.

Fragen Sie die Jungen, was sie heute dazugelernt haben. Begreifen sie, wie sie ihre weniger aktiven Freunde stärken können? Was haben sie empfunden? Welche Eindrücke hatten sie? Haben sie noch weitere Fragen? Wäre es sinnvoll, sich noch länger mit diesem Punkt der Lehre zu beschäftigen?

Zum Handeln auffordern

Der Junge Mann, der die Versammlung leitet, schließt sie auch. Der Betreffende könnte:

  • mit den anderen aus dem Kollegium besprechen, wie sie weniger aktive Mitglieder zur Kirche und zu den gemeinsamen Aktivitäten der Jugendlichen einladen können
  • die Jungen auffordern, sich um ein weniger aktives Mitglied zu kümmern und in der folgenden Woche Bericht zu erstatten