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Warum ist es von Bedeutung, welche Entscheidungen ich treffe?

Der Vater im Himmel hat uns Entscheidungsfreiheit gegeben – die Fähigkeit, selbst zu entscheiden und eigenständig zu handeln. Wir können uns zwar frei entscheiden, aber die Konsequenzen dieser Entscheidungen können wir uns nicht aussuchen. Gute Entscheidungen machen auf Dauer glücklich und führen zu ewigem Leben. Wenn wir den Vater im Himmel darum bitten, hilft er uns, weise Entscheidungen zu treffen.

Geistige Vorbereitung

Befassen Sie sich gebeterfüllt mit diesen Schriftstellen und Quellen. Was davon könnte den Jungen wohl bewusst machen, wie wichtig es ist, weise Entscheidungen zu treffen?

Josua 24:15 (Wir können uns dafür entscheiden, dem Herrn zu dienen)

Johannes 14:15 (Unsere guten Entscheidungen zeigen, dass wir den Vater im Himmel lieben und seinen Willen tun wollen)

2 Nephi 2:16,27; Helaman 14:30,31 (Wir können uns frei entscheiden und eigenständig handeln)

Moroni 7:14,15 (Uns ist es gegeben, zwischen Gut und Böse zu unterscheiden)

Russell M. Nelson, „Entscheidungen für die Ewigkeit“, Liahona, November 2013, Seite 106–109

D. Todd Christofferson, „Für immer frei, für sich selbst zu handeln“, Liahona, November 2014, Seite 16–19

Randall L. Ridd, „Die auserwählte Generation, die gut wählen muss“, Liahona, Mai 2014, Seite 56ff.

Entscheidungsfreiheit“, Treu in dem Glauben, Seite 40ff.

Entscheidungsfreiheit und Rechenschaftspflicht“, Für eine starke Jugend, 2011, Seite 2f.

Videos: „Überschreitet nicht die Linie“, „Nichts zu bedauern“, „Verlass die Party!

Die Jungen Männer führen lassen

Ein Mitglied der Kollegiumspräsidentschaft leitet die Versammlung. Er leitet die Jungen dabei an, wenn sie sich miteinander über die Angelegenheiten des Kollegiums beraten, unterweist sie in ihren Priestertumspflichten (aus den heiligen Schriften und dem Buch Pflicht vor Gott) und bittet einen Berater oder ein Kollegiumsmitglied, eine Lektion zu einem Evangeliumsthema zu gestalten. Zur Vorbereitung könnte er während einer Präsidentschaftssitzung den Vordruck Tagesordnung für die Kollegiumsversammlung ausfüllen.

Den Lernprozess beginnen

Suchen Sie sich einen dieser Vorschläge aus oder überlegen Sie sich selber etwas, wie Sie das Thema der letzten Woche noch einmal wiederholen und das aktuelle vorstellen können:

  • Zeigen Sie einen Gegenstand, der etwas darstellt, was letzte Woche im Unterricht behandelt wurde. Fragen Sie die Jungen, was der Gegenstand mit dem zu tun hat, was sie letzte Woche gelernt haben.
  • Beschriften Sie das eine Ende eines Stabes mit „Entscheidung“ und das andere mit „Folge“. Demonstrieren Sie damit, dass jede Entscheidung, die man trifft, Folgen nach sich zieht (manchmal positive, manchmal negative). Lassen Sie einen Jungen den Stab halten, während Sie eine Entscheidung beschreiben, vor der er stehen könnte. Der Junge nennt dann die Folge dieser Entscheidung. Besprechen Sie, inwiefern sich unsere Entscheidungen auf unser Leben, unsere Familie und unseren Dienst im Priestertum auswirken.

Gemeinsam lernen

Die nachstehenden Vorschläge dienen dazu, den Mitgliedern des Kollegiums die Lehre von der Entscheidungsfreiheit besser zu vermitteln. Lassen Sie sich vom Geist inspirieren und suchen Sie einen oder mehrere Vorschläge aus, die sich für Ihr Kollegium am besten eignen:

  • Bitten Sie einen Jungen aus dem Kollegium, einen Teil des Unterrichts zu gestalten. Er könnte dies im Rahmen des Programms „Pflicht vor Gott“ tun, indem er sich mit dem Thema „Entscheidungsfreiheit“ befasst und seine Erkenntnisse weitergibt (siehe „Die Lehre verstehen“, Seite 18, 42 oder 66).
  • Bitten Sie die Jungen, still für sich den Abschnitt „Entscheidungsfreiheit und Rechenschaftspflicht“ in der Broschüre Für eine starke Jugend zu lesen und dann zu berichten, was sie daran beeindruckt. Sie könnten anschließend einen weiteren Grundsatz aus der Broschüre aussuchen und erzählen, welche Entscheidungen sie im Hinblick auf diesen Grundsatz schon getroffen haben und welche Segnungen dies mit sich brachte. Beispielsweise könnten Sie gemeinsam besprechen, welche Segnungen die Jungen Männer empfangen haben, weil sie den Rat befolgt haben, Sucht zu vermeiden (siehe Seite 27).
  • Geben Sie jedem von ihnen Auszüge aus der Ansprache „Für immer frei, für sich selbst zu handeln“ von Elder D. Todd Christofferson oder aus der Ansprache „Die auserwählte Generation, die gut wählen muss“ von Bruder Randall L. Ridd. Bitten Sie die Jungen Männer, für sich zu lesen und dann zu berichten, was sie daran beeindruckt. Das könnte in kleinen Gruppen oder mit dem gesamten Kollegium stattfinden. Besprechen Sie mit ihnen, wie der Rat, mit dem sie sich befasst haben, ihnen helfen kann, bessere Entscheidungen zu treffen.
  • Formen Sie mit einem Klebeband oder einer Schnur ein „V“ auf dem Boden. Bitten Sie einen Jungen, am Winkel anzufangen und dann am „V“ entlangzulaufen, wobei er auf jeder Seite einen Fuß behält. Irgendwann muss er sich entscheiden, auf welcher Seite es weitergeht. Fragen Sie die Jungen Männer, was sie aus dieser Aktivität über Entscheidungen lernen. Sie sollen den ersten Abschnitt aus der Ansprache „Entscheidungen für die Ewigkeit“ von Elder Russell M. Nelson lesen und Formulierungen herausfinden, die sie sich merken möchten. Fragen Sie die Schüler, ob sie selbst auch schon erlebt haben, dass eine Entscheidung ein Schicksal bestimmt, oder dass sich andere Punkte aus Elder Nelsons Ansprache bewahrheitet haben.
  • Bitten Sie sie, in den heiligen Schriften ein Beispiel dafür zu suchen, wie jemand eine Entscheidung getroffen hat (beispielsweise könnten sie die Entscheidungen Nephis in 1 Nephi 3:1-8 mit denen von Laman und Lemuel an anderen Stellen in 1 Nephi vergleichen). Was waren die Folgen dieser Entscheidungen? Wie wirkten sich diese Entscheidungen auf andere aus?
  • Zeigen Sie eines der hier vorgeschlagenen Videos. Die Jugendlichen sollen auf die Folgen der Entscheidungen achten, die die Jungen in dem Video getroffen haben. Fragen Sie sie anschließend, was sie herausgefunden haben. Bitten Sie sie, davon zu erzählen, wie sie eine Entscheidung getroffen haben, die weitreichende Folgen hatte. Bitten Sie die Jungen, jeweils eine der angegebenen Schriftstellen zu lesen und sich dazu zu äußern, wie ihnen diese Schriftstelle helfen kann, in Zukunft die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Fragen Sie die Jungen, was sie heute dazugelernt haben. Verstehen sie die Lehre von der Entscheidungsfreiheit nun besser? Was haben sie empfunden? Welche Eindrücke hatten sie? Haben sie noch weitere Fragen? Wäre es sinnvoll, sich noch länger mit diesem Punkt der Lehre zu beschäftigen?

Zum Handeln auffordern

Derjenige aus der Kollegiumspräsidentschaft, der die Versammlung leitet, schließt die Versammlung auch. Der Betreffende könnte:

  • Beispiele für gute Entscheidungen anführen, die er getroffen hat, und beschreiben, wie sich diese Entscheidungen auf ihn und auf andere ausgewirkt haben, auch auf seine Familie. Er könnte andere Kollegiumsmitglieder bitten, ebenfalls Beispiele zu erzählen.
  • die Kollegiumsmitglieder auffordern, still für sich über die Entscheidungen nachzudenken, die sie zu treffen haben und die Einfluss darauf nehmen, ob sie im Priestertum treu wirken können. Er könnte sie ermuntern, konkret zu planen, wie sie sich beständig verbessern können.