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Wie profitieren ich und meine Familie davon, wenn ich Tagebuch führe?

Der Herr und seine Propheten haben betont, wie wichtig es ist, Berichte zu führen. Wenn wir Tagebuch schreiben, haben wir Gelegenheit, über unser Leben nachzudenken und die vielen Segnungen zu erkennen, die wir von Gott erhalten haben. Unsere Tagebücher können auch eine Quelle der Inspiration und Kraft für künftige Generationen unserer Familie sein.

Geistige Vorbereitung

Befassen Sie sich gebeterfüllt mit den nachstehenden Schriftstellen und Quellen. Was könnte die Jugendlichen, die Sie unterweisen, inspirieren?

1 Nephi 1:1-3; Alma 37:8,9; Mose 6:5,45,46 (Beispiele für das Führen von Aufzeichnungen in den heiligen Schriften)

1 Nephi 6:3-6 (Was man in persönlichen Aufzeichnungen festhalten soll)

3 Nephi 23:6-13 (Der Erlöser weist die Nephiten wegen der Unvollständigkeit ihrer Berichte zurecht)

Henry B. Eyring, „O denkt daran, denkt daran“, Liahona, November 2007, Seite 66–69; siehe auch das Video „O denkt daran, denkt daran“

Zusammenhänge herstellen

Geben Sie den Jugendlichen zu Beginn jedes Unterrichts ein wenig Zeit, Zusammenhänge herzustellen zwischen dem, was sie in unterschiedlichen Situationen dazugelernt haben (beispielsweise beim Schriftstudium, beim Seminar, im weiteren Unterricht in der Kirche oder im Umgang mit ihren Freunden). Wie können Sie ihnen vor Augen führen, wie wichtig es ist, sich jeden Tag nach dem Evangelium auszurichten? Diese Anregungen erweisen sich vielleicht als hilfreich:

  • Fordern Sie die Jugendlichen auf, zu berichten, wann sie vor kurzem von einer Evangeliumswahrheit Zeugnis gegeben haben.
  • Lesen Sie nach Möglichkeit einen Eintrag aus Ihrem Tagebuch oder dem Tagebuch eines Vorfahren vor (oder bitten Sie einen Schüler oder ein Mitglied der Gemeinde darum). Warum war es wichtig, diese Erfahrung aufzuschreiben? Inwiefern kommt es anderen zugute, dass jemand Tagebuch geführt hat?

Gemeinsam lernen

Die folgenden Vorschläge zeigen den Jugendlichen auf, warum es wichtig ist, Tagebuch zu führen. Lassen Sie sich vom Geist inspirieren und suchen Sie einen oder mehrere Vorschläge aus, die sich für Ihre Klasse am besten eignen:

  • Bitten Sie die Jugendlichen, die ersten acht Absätze aus der Ansprache „O denkt daran, denkt daran“ von Präsident Henry B. Eyring zu lesen (oder zeigen Sie das Video zur Ansprache). Sie sollen darauf achten, welche Segnungen sich daraus ergeben haben, dass Präsident Eyring täglich seine Erlebnisse aufgeschrieben hat. Was lernen sie aus Präsident Eyrings Botschaft sonst noch über das Tagebuchschreiben? Lesen Sie gemeinsam den letzten Absatz seiner Ansprache und erzählen Sie etwas aus jüngerer Vergangenheit, wobei Sie das Wirken Gottes gesehen haben oder wobei er Ihnen offenbar etwas mitteilen wollte. Die Jugendlichen sollen darüber nachdenken, wie sie die Fragen beantworten würden, die Präsident Eyring vorgeschlagen hat, und ihre Gedanken dazu aufschreiben.
  • Bitten Sie jeden Jugendlichen, eine der folgenden Schriftstellen zu lesen: 1 Nephi 1:1-3; Alma 37:8,9; Mose 6:5,45,46. Die Jugendlichen sollen überlegen, welche Segnungen die Menschen in diesen Schriftstellen erhalten haben, weil sie einen Bericht geführt haben, und einige dieser Segnungen nennen. Was hindert einen daran, Tagebuch zu führen? Was lernen die Jugendlichen aus diesen Versen und wie hilft ihnen das, zu erkennen, wie wichtig das Tagebuchschreiben ist? Regen Sie sie dazu an, das Tagebuch eines Vorfahren zu lesen (falls möglich) oder mit den Eltern oder Großeltern zu sprechen und deren Zeugnis, Bekehrungsgeschichte oder bedeutende Lebenserfahrungen und schöne Erinnerungen aufzuschreiben.
  • Lassen Sie die Jugendlichen eine Liste erstellen, was sie alles in ein Tagebuch schreiben könnten. Lesen Sie als Klasse 1 Nephi 6:3-6. Fordern Sie die Jugendlichen auf, herauszufinden, was Nephi in seinen Bericht aufnehmen wollte, und fügen Sie dies der Liste hinzu. Die Jugendlichen sollen darüber nachdenken, was ihrer Meinung nach in ein Tagebuch gehört. Geben Sie ihnen dann Zeit, einige Absätze eines Tagebucheintrags aufzuschreiben.
  • Bitten Sie die Jugendlichen, 3 Nephi 23:6-13 zu lesen. Wie könnte sich diese Schriftstelle auf das Tagebuchschreiben beziehen? Fordern Sie die Jugendlichen auf, an ein geistiges Erlebnis oder an ein anderes bedeutendes Erlebnis zu denken, das sie gern aufschreiben möchten. Wie kann es ihnen oder anderen ein Segen sein, wenn sie dieses Erlebnis später lesen? Geben Sie ihnen im Unterricht Zeit, etwas über diese Erlebnisse aufzuschreiben.
  • Wählen Sie eine Ansprache oder einen Artikel von einer Generalautorität aus, worin es darum geht, dass man Tagebuch führt oder seine Lebensgeschichte aufzeichnet. Lassen Sie die Jugendlichen Absätze daraus lesen und ein, zwei Gedanken oder Erkenntnisse auf ein Blatt Papier schreiben, die sie aus der Ansprache inspirierend oder nützlich finden. Wenn alle fertig sind, sollen sie ihr Blatt an ihren Sitznachbarn weitergeben. Sie sollen dann auf das Blatt des anderen ihre eigenen Erkenntnisse schreiben und die Blätter so lange weiterreichen, bis alle ihre Erkenntnisse weitergegeben haben. Schlagen Sie den Jugendlichen vor, ihr Blatt mit nach Hause zu nehmen und sich daran beim Tagebuchschreiben zu orientieren.

Fragen Sie die Jugendlichen, was sie im Unterricht dazugelernt haben. Verstehen sie, welche Segnungen damit verbunden sind, dass man ein Tagebuch führt? Welche Gefühle oder Eindrücke haben sie? Haben sie noch weitere Fragen? Wäre es sinnvoll, sich noch länger mit diesem Thema zu beschäftigen?

Zum Handeln auffordern

Fragen Sie die Jugendlichen, wozu sie sich aufgrund dessen, was sie im Unterricht gelernt haben, veranlasst fühlen. Fordern Sie sie auf, diesem Gefühl zu folgen. Überlegen Sie, wie Sie nachfassen können.