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Welche Gelegenheiten, zu lernen und lehren, bieten sich zuhause?

Die Familie ist der ideale Ort, um zu lernen, zu lehren und die Grundsätze des Evangeliums anzuwenden. Die Propheten der Letzten Tage haben den Familien eindringlich geraten, dem Familiengebet, dem Familienabend, dem Evangeliumsstudium und der Unterweisung im Evangelium sowie sinnvollen Familienaktivitäten höchste Priorität einzuräumen.

Geistige Vorbereitung

Verwenden Sie die nachfolgenden Quellen, um die Jugendlichen darauf vorzubereiten, in der Familie Evangeliumswahrheiten zu lernen und zu lehren. Ihre eigenen Erfahrungen tragen dazu bei, dass Sie die Jugendlichen gut unterweisen können. Überlegen Sie, wie Sie die Jugendlichen anhand der Vorschläge in diesem Unterrichtskonzept anspornen können.

Mosia 4:14,15; LuB 68:25-28 (Eltern haben die Pflicht, ihre Kinder das Evangelium zu lehren)

Valeri V. Cordón, „Die Sprache des Evangeliums“Liahona, Mai 2017, Seite 55ff.

M. Russell Ballard, „Der Familienrat“Liahona, Mai 2016, Seite 63ff.

Quentin L. Cook, „Der Herr ist mein Licht“, Liahona, Mai 2015, Seite 62–66

„Familienabend“, Treu in dem Glauben, Seite 59f.

„Das Familiengebet“, Treu in dem Glauben, Seite 22f.

„Das tägliche Schriftstudium ist wichtig“, Treu in dem Glauben, Seite 95ff.

„Familie und Kirche“ Handbuch 2: Die Kirche führen und verwalten, 2010, Abschnitt 1.4

Video: „Ein himmlisch inspiriertes Programm“

Zusammenhänge herstellen

Geben Sie den Jugendlichen zu Beginn jedes Unterrichts ein wenig Zeit, Zusammenhänge herzustellen zwischen dem, was sie in unterschiedlichen Situationen dazugelernt haben (beispielsweise beim Schriftstudium, beim Seminar, im weiteren Unterricht in der Kirche oder im Umgang mit ihren Freunden). Wie können Sie ihnen vor Augen führen, wie wichtig es ist, sich jeden Tag nach dem Evangelium auszurichten? Diese Anregungen erweisen sich vielleicht als hilfreich:

  • Fordern Sie die Jugendlichen auf, zu erzählen, wie sie das, was sie letzte Woche im Unterricht gelernt haben, in der Woche umgesetzt haben.
  • Die Jugendlichen sollen sich vorstellen, sie seien Eltern. Wozu sind Eltern ihren Kindern gegenüber verpflichtet? Bitten Sie einen Schüler, die Punkte an die Tafel zu schreiben, und fordern Sie die Jugendlichen auf, in Mosia 4:14,15 und in Lehre und Bündnisse 68:25-28 nach weiteren Aufgaben zu suchen. Welche Möglichkeiten haben Eltern, die Aufgaben zu erfüllen, die in diesen Versen genannt werden? Was können die Jugendlichen dazu beitragen?

Gemeinsam lernen

Die folgenden Vorschläge können den Jugendlichen helfen, sich auf Gelegenheiten vorzubereiten und sich darum zu bemühen, in ihrer Familie mehr über das Evangelium zu erfahren und mit anderen darüber zu sprechen. Lassen Sie sich vom Geist ins­pi­rie­ren und suchen Sie einen oder meh­re­re Vor­schlä­ge aus, die sich für Ihre Klasse am besten eignen:

  • Laden Sie mit Erlaubnis des Bischofs jemanden aus Ihrer Gemeinde in den Unterricht ein, der eine neue Sprache lernen und sich mit einer neuen Kultur vertraut machen musste. Lassen Sie den Betreffenden von dieser Erfahrung berichten. Bitten Sie ihn, vor dem Unterricht den Vergleich mit dem Sprachverlust zu lesen, den Elder Valeri V. Cordón in den ersten sechs Absätzen seiner Ansprache „Die Sprache des Evangeliums“ anführt. Bitten Sie den Betreffenden zu erzählen, inwiefern seine Erfahrung dem Vergleich Elder Cordóns entsprochen hat. Teilen Sie die Klasse in drei Gruppen. Geben Sie jeder Gruppe einen der Abschnitte, in denen beschrieben wird, wie man die Sprache des Evangeliums in der Familie bewahren kann. Lassen Sie die Gruppen einander mitteilen, was sie gelernt haben und wie sie die Sprache des Evangeliums schon jetzt in ihrer Familie bewahren können. 
  • Die Schüler sollen Elder M. Russell Ballards Ansprache „Der Familienrat“ lesen und Ratschläge heraussuchen und mar­kie­ren, die sie als Kin­der in einer Fa­mi­lie be­tref­fen. Sie sol­len be­rich­ten, was ihnen wichtig er­schie­nen ist. Wel­chen Rat gibt Elder Ballard im Hin­blick auf Tech­nik? Wie kann ein Ju­gend­li­cher seine Eltern und Ge­schwis­ter beim Fa­mi­lien­rat un­ter­stüt­zen? Die Ju­gend­li­chen kön­nen im Rol­len­spiel dar­stel­len, wie ein Fa­mi­lien­rat ab­lau­fen soll.
  • Die Jugendlichen sollen in Elder Quentin L. Cooks An­spra­che mit dem Titel „Der Herr ist mein Licht“ den Ab­schnitt „Auf die Zeit zu Hause ein­ge­stellt“ lesen. Was lernen die Ju­gend­li­chen aus dem Bei­spiel von Vaughn Kimball und seiner Fa­mi­lie? Was haben die Ju­gend­li­chen von ihren El­tern ge­lernt? Wie wollen sie künf­tig bei sich zu Hause zum Ler­nen und Leh­ren bei­tra­gen?
  • Zeigen Sie das Video „Ein himmlisch inspiriertes Pro­gramm“ und bitten Sie die Ju­gend­li­chen, da­rauf zu achten, vor wel­chen Ge­fah­ren in der Welt sie be­wahrt werden kön­nen und welche Kraft man er­hal­ten kann, wenn man sich allein oder in der Fa­mi­lie mit dem Evan­ge­lium be­fasst. For­dern Sie sie auf, den Ein­trag unter dem Stich­wort „Fa­mi­lien­abend“ im Nach­schla­ge­werk Treu in dem Glau­ben zu lesen und zu einem Thema ihrer Wahl einen ein­fa­chen Ent­wurf für eine Lek­tion beim Fa­mi­lien­abend vor­zu­be­rei­ten. Bitten Sie sie, die Lek­tio­nen, die sie vor­be­rei­ten, in einer kom­men­den Un­ter­richts­stun­de zu geben.
  • Lesen Sie gemeinsam den siebten Absatz der Proklamation zur Familie. Bitten Sie die Jugendlichen, an der Tafel die Grundsätze aufzulisten, auf denen eine glückliche Familie beruht. Sie sollen einige Frei­zeit­ak­ti­vi­tä­ten nennen, denen sie gern mit ihrer Familie nach­ge­hen. Fragen Sie, welche Wahr­hei­ten und Grund­sätze des Evan­ge­liums sie durch die Teil­nah­me an diesen Ak­ti­vi­tä­ten ge­lernt haben. Be­rei­tet man bei­spiels­wei­se ge­mein­sam eine Mahl­zeit zu, kann man etwas über Dienen und Liebe lernen, und wenn man ge­mein­sam Sport macht, lernt man viel­leicht etwas über Geduld und Aus­dauer. Spor­nen Sie die Ju­gend­li­chen an, Frei­zeit­ak­ti­vi­tä­ten für ihre Fa­mi­lie zu planen, und spre­chen Sie mit ihnen darüber, welcher Bezug zwi­schen diesen Ak­ti­vi­tä­ten und dem Evan­ge­lium besteht.
  • Die Jugendlichen sollen sich überlegen, wie man seine Fa­mi­lie dazu bewegen kann, sich am Familiengebet und am Schriftstudium zu beteiligen. Sprechen Sie über die Seg­nun­gen, die einer Fa­mi­lie da­durch er­wach­sen. Um An­re­gun­gen zu be­kom­men, kön­nen die Ju­gend­li­chen die Ein­träge „Das Fa­mi­lien­ge­bet“ (Seite 22f.) und „Das täg­li­che Schrift­stu­dium ist wichtig“ (Seite 95f.) im Nach­schla­ge­werk Treu in dem Glauben lesen. Sie könnten im Rol­len­spiel dar­stel­len, wie ein Ju­gend­li­cher mit seinem Vater oder seiner Mutter spricht, um sie zu re­gel­mä­ßi­gem Fa­mi­lien­ge­bet und Schrift­stu­dium zu er­mun­tern. For­dern Sie die Ju­gend­li­chen auf, von Er­fah­run­gen zu be­rich­ten, die sie mit dem Fa­mi­lien­ge­bet und dem Schrift­stu­dium in der Fa­mi­lie ge­macht haben.

Fragen Sie sie, was sie heute dazugelernt haben. Wissen sie jetzt, wie sie sich auf Gelegenheiten vorbereiten können, in der Fa­mi­lie zu lernen und zu lehren, und wie sie solche Ge­le­gen­hei­ten nutzen können? Was haben sie em­pfun­den? Welche Ein­drüc­ke hatten sie? Haben sie noch weitere Fragen? Wäre es sinn­voll, sich noch länger mit diesem Thema zu be­schäf­ti­gen?

Zum Handeln auffordern

Bitten Sie die Schüler, auf Segnungen zu achten, die sie erhalten, wenn sie gemeinsam mit ihrer Familie durch das Gebet, das Schriftstudium, den Familienabend oder Freizeitaktivitäten das Evangelium lernen.