Schließen
Hauptnavigation überspringen
  • Drucken

Welche geistigen Wahrheiten kann ich aus den Verordnungen des Evangeliums lernen?

Verordnungen sind formelle heilige Handlungen, die mit Priestertumsvollmacht vollzogen werden. Heilige Handlungen symbolisieren Evangeliumswahrheiten und bringen uns den Erlösungsplan des himmlischen Vaters und das Sühnopfer Jesu Christi nahe. Heilige Handlungen zeigen uns auch auf, wer wir sind, und erinnern uns an die Pflicht, die wir vor Gott haben. Wenn man sich mit der Symbolik in den heiligen Handlungen beschäftigt, erlangt man tieferes Verständnis vom Evangelium und stärkt seinen Glauben an Jesus Christus.

Geistige Vorbereitung

Befassen Sie sich gebeterfüllt mit diesen Schriftstellen und Quellen. Was können die Jugendlichen aus der Symbolik der heiligen Handlungen des Evangeliums lernen?

Lukas 22:19,20; 3 Nephi 18:1-11 (Das Abendmahl symbolisiert das Fleisch und das Blut des Erretters)

Römer 6:3-6; LuB 76:51 (Die Taufe durch Untertauchen symbolisiert den Tod und die Auferstehung Christi und unsere eigene geistige Neugeburt)

LuB 84:19-22 (Die Macht des Göttlichen wird durch die Verordnungen des Priestertums kundgetan)

Boyd K. Packer, „Der heilige Tempel“, Liahona, Oktober 2010, Seite 29–35

Dennis B. Neuenschwander, „Verordnungen und Bündnisse“, Liahona, November 2001, Seite 16–23

Zum Gedenken an den Erretter und sein Sühnopfer“, Treu in dem Glauben, Seite 5f.

Heilige Handlungen“, Treu in dem Glauben, Seite 91f.

Vergleich und Anschauungsunterricht“, in Lehren, die größte Berufung, Seite 181f.

Zusammenhänge herstellen

Geben Sie den Jugendlichen zu Beginn jedes Unterrichts ein wenig Zeit, Zusammenhänge herzustellen zwischen dem, was sie in unterschiedlichen Situationen dazugelernt haben (beispielsweise beim Schriftstudium, beim Seminar, im weiteren Unterricht in der Kirche oder im Umgang mit ihren Freunden). Wie können Sie ihnen vor Augen führen, wie wichtig es ist, sich jeden Tag nach dem Evangelium auszurichten? Diese Anregungen erweisen sich vielleicht als hilfreich:

  • Sofern einer der Jugendlichen bereits einmal Gelegenheit hatte, einem Freund eine Evangeliumswahrheit zu erklären, bitten Sie ihn, der Klasse zu erzählen, wie das war.
  • Fragen Sie die Jugendlichen, ob einer von ihnen oder ein Angehöriger kürzlich eine heilige Handlung (wie die Taufe, eine Ordinierung im Priestertum oder Tempelverordnungen) empfangen hat. Ermutigen Sie sie, davon zu erzählen. Was hat sie an der heiligen Handlung beeindruckt?

Gemeinsam lernen

Die folgenden Vorschläge sollen den Jugendlichen geistige Wahrheiten, die in den Verordnungen des Evangeliums stecken, aufzeigen. Lassen Sie sich vom Geist leiten und suchen Sie einen oder mehrere Vorschläge aus, die sich für Ihre Klasse am besten eignen:

  • Teilen Sie die Klasse in zwei Gruppen. Beauftragen Sie die eine Gruppe, mithilfe der heiligen Schriften und anderer Quellen (wie die in diesem Unterrichtskonzept vorgeschlagenen) herauszufinden, was die Taufe versinnbildlicht. Die andere Gruppe soll herausfinden, was das Abendmahl versinnbildlicht. Was vermitteln diese Verordnungen ihnen über das Sühnopfer? Bitten Sie dann beide Gruppen, der gesamten Klasse über die Ergebnisse zu berichten. Sie könnten Bild Nr. 103/104 und Bild Nr. 107/108 aus dem Bildband zum Evangelium verwenden. Fragen Sie die Jugendlichen, wie sie dadurch, dass sie die Symbolik dieser heiligen Handlungen verstehen, in ihrem Denken und Empfinden beeinflusst werden, wenn sie das nächste Mal an diesen heiligen Handlungen teilnehmen.
  • Bitten Sie die Jugendlichen, den Abschnitt „Eine Möglichkeit, Gott zu erkennen“ in der Ansprache „Verordnungen und Bündnisse“ von Elder Dennis B. Neuenschwander zu lesen. Sie sollen nach Antworten auf diese Frage suchen: „Was vermitteln uns die Verordnungen des Evangeliums über Gott?“ Anschließend sollen sie vortragen, was sie herausgefunden haben. Ermuntern Sie die Jugendlichen, sich diese Frage auch zu stellen, wenn sie das nächste Mal eine heilige Handlung miterleben oder daran teilnehmen, und ihre Gedanken und Eindrücke niederzuschreiben, damit sie in einem künftigen Unterricht darüber sprechen können.
  • Lesen Sie als Klasse den Abschnitt „Vergleich und Anschauungsunterricht“ im Nachschlagewerk Lehren, die größte Berufung, Seite 181f. Bitten Sie die Jugendlichen, auf Gründe dafür zu achten, warum der Herr uns durch Sinnbilder lehrt. Was sind einige der ewigen Wahrheiten oder Grundsätze, die der Herr uns durch die Verordnungen Taufe und Abendmahl vor Augen führt? Ermuntern Sie die Jugendlichen, in den in diesem Unterrichtskonzept aufgeführten Schriftstellen oder in den Einträgen „Taufe“ und „Abendmahl“ im Nachschlagewerk Treu in dem Glauben nach Antworten auf diese Frage zu suchen.

Fragen Sie sie, was sie im Unterricht dazugelernt haben. Welche Gefühle oder Eindrücke haben sie? Begreifen sie, wie man geistige Wahrheiten in den Verordnungen des Evangeliums erkennt? Haben sie noch weitere Fragen? Wäre es sinnvoll, sich noch länger mit diesem Thema zu beschäftigen?

Zum Handeln auffordern

  • Schlagen Sie vor, das die Jugendlichen zu einer bevorstehenden Taufe und Konfirmierung gehen. Wie wird das, was sie im Unterricht gelernt haben, beeinflussen, wie sie über die Taufe denken? Über das Nehmen vom Abendmahl?
  • Geben Sie Zeugnis von der Macht, die in den Verordnungen des Evangeliums liegt.