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Wie kann ich lernen, eigene Entscheidungen zu treffen?

Um selbständig zu werden, ist es sehr wichtig, dass man lernt, eigene Entscheidungen zu treffen. Der Vater im Himmel möchte uns gerne führen, aber er sagt uns nicht immer genau, was wir tun sollen. Er hat uns die Entscheidungsfreiheit gegeben und erwartet, dass wir unser Wissen, unsere Erfahrungen und unseren Glauben dazu verwenden, eigene Entscheidungen zu treffen. Wenn wir das getan haben, können wir ihn bitten, uns zu bestätigen, dass unsere Entscheidung richtig war.

Geistige Vorbereitung

Befassen Sie sich gebeterfüllt mit diesen Schriftstellen und Quellen. Welche davon könnten den Jugendlichen dabei helfen, Grundsätze zu verinnerlichen, mithilfe derer sie gute Entscheidungen treffen können?

Alma 37:37 (Berate dich mit dem Herrn)

LuB 9:7-9 (Wenn wir eine Entscheidung mit dem Verstand durcharbeiten, empfangen wir Führung vom Vater im Himmel)

LuB 58:26-29 (Uns muss nicht in allem geboten werden; wir sollen uns voll Eifer einer guten Sache widmen)

Dallin H. Oaks, „Gut, besser, am besten“, Liahona, November 2007, Seite 104–108

Robert D. Hales, „An das Aaronische Priestertum: Bereitet euch auf das Jahrzehnt der Entscheidung vor“, Liahona, Mai 2007, Seite 48–51

Richard G. Scott, „Nutzen wir die erhabene Gabe des Gebets“, Liahona, Mai 2007, Seite 8–11

Video: „Falsche Wege“

Zusammenhänge herstellen

Geben Sie den Jugendlichen zu Beginn jedes Unterrichts ein wenig Zeit, Zusammenhänge herzustellen zwischen dem, was sie in unterschiedlichen Situationen dazugelernt haben (beispielsweise beim Schriftstudium, beim Seminar, im weiteren Unterricht in der Kirche oder im Umgang mit ihren Freunden). Wie können Sie ihnen vor Augen führen, wie wichtig es ist, sich jeden Tag nach dem Evangelium auszurichten? Diese Anregungen erweisen sich vielleicht als hilfreich:

  • Bitten Sie die Jugendlichen, über aktuelle Weltgeschehnisse nachzudenken, die veranschaulichen, wie wichtig es ist, auf geistiger und zeitlicher Ebene selbständig zu sein.
  • Lesen Sie gemeinsam Lehre und Bündnisse 58:26-29. Warum will der Herr uns nicht „in allem gebieten“? Die Schüler sollen an der Tafel die wichtigen Entscheidungen auflisten, die in den nächsten zehn Jahren auf sie zukommen werden. Bitten Sie sie, sich Gedanken zu machen, wie das, was sie in dieser Klasse erfahren, ihnen bei diesen Entscheidungen helfen könnte.

Gemeinsam lernen

Die folgenden Vorschläge vermitteln den Jugendlichen, wie man eigene Entscheidungen trifft. Lassen Sie sich vom Geist inspirieren und suchen Sie einen oder mehrere Vorschläge aus, die sich für Ihre Klasse am besten eignen:

  • Lassen Sie die Jugendlichen Lehre und Bündnisse 9:7-9 und Alma 37:37 lesen. Sie sollen darüber nachdenken, wie sie die Ratschläge, die der Herr in diesen Versen gibt, bei den wichtigen Entscheidungen anwenden können, die in den nächsten paar Jahren auf sie zukommen. Was bedeutet es, sich über diese Entscheidungen „mit dem Herrn [zu beraten]“? Was bedeutet es, ein Problem „mit [dem] Verstand durch[zu]arbeiten“? Fragen Sie die Jugendlichen nach Gedanken und Erlebnissen, die sie hatten, als sie sich mit dem Herrn beraten haben, um Entscheidungen zu treffen. Erzählen Sie auch von eigenen Erfahrungen und geben Sie Zeugnis.
  • Ihre Schüler sollen die Ansprache „An das Aaronische Priestertum: Bereitet euch auf das Jahrzehnt der Entscheidung vor“ von Elder Robert D. Hales lesen, in der er von einem Piloten berichtet, der nicht am Simulatortraining teilnehmen wollte. Was erfahren sie daraus über das Treffen von Entscheidungen? Fragen Sie sie, was sie herausgefunden haben. Jeder Schüler soll einen der Absätze vorlesen, die mit den Worten „Jetzt ist die Zeit“ beginnen. Welchen Rat gibt Elder Hales? Wie können die Entscheidungen, die man heute trifft, sich auf die Entscheidungen auswirken, die man später im Leben treffen muss?
  • Lassen Sie sie Abschnitt I in der Ansprache „Gut, besser, am besten“ von Elder Dallin H. Oaks lesen und berichten, was man hier über das Treffen von Entscheidungen erfährt. Welche Kriterien können den Jugendlichen helfen, zwischen dem zu unterscheiden, was gut, besser oder am besten ist? (Weisen Sie sie gegebenenfalls auf diese Aussage von Elder Oaks hin: „Wir müssen einiges, was gut ist, aufgeben, um etwas anderes zu wählen, was besser oder am besten ist, weil wir dadurch Glauben an den Herrn Jesus Christus entwickeln und unsere Familie stärken.“) Schreiben Sie die Überschriften gut, besser und am besten an die Tafel. Darunter sollen die Jugendlichen passende Entscheidungen schreiben. (Beispiele finden sie in Abschnitt IV der Ansprache.) Wie können die Jugendlichen dies auf eigene Entscheidungen beziehen, vor denen sie stehen?
  • Teilen Sie die Klasse in zwei Gruppen auf. Die erste Gruppe soll den Abschnitt mit der Überschrift „Wie sollen Sie beten?“ aus der Ansprache „Nutzen wir die erhabene Gabe des Gebets“ von Elder Richard G. Scott lesen. Die andere Gruppe soll den Abschnitt mit der Überschrift „Wie erhalten wir Antwort auf unsere Gebete?“ lesen. Die Jugendlichen sollen im jeweiligen Abschnitt eine Antwort auf die Frage in der Überschrift finden und diese miteinander besprechen. Anschließend sollen die Gruppen einander berichten, was sie darüber erfahren haben, wie man beim Treffen von Entscheidungen vom Herrn geführt werden kann. Zeigen Sie gegebenenfalls das Video „Falsche Wege“ und lassen Sie die Jugendlichen berichten, was diese Geschichte zu ihrem Verständnis darüber beiträgt, wie der Herr uns führen kann. Fragen Sie sie, wie sie diese Ratschläge bei persönlichen Entscheidungen anwenden können.

Fragen Sie die Jugendlichen, was sie heute dazugelernt haben. Ist ihnen klar geworden, wie man eigene Entscheidungen trifft? Haben sie noch weitere Fragen? Wäre es sinnvoll, sich noch länger mit diesem Thema zu beschäftigen?

Zum Handeln auffordern

Fragen Sie die Jugendlichen, wozu sie sich aufgrund dessen, was sie im Unterricht gelernt haben, veranlasst fühlen. Fordern Sie sie auf, diesem Gefühl zu folgen. Überlegen Sie, wie Sie nachfassen können.