2008
Wie es Omar gelingt, mit allen gut auszukommen
September 2008


Neue Freunde

Wie es Omar gelingt, mit allen gut auszukommen

kinder in aller welt beten, singen pv-lieder und lernen vom evangelium – genau wie du! DIESEN MONAT LERNEN WIR OMAR SALGADO AUS VALLE DE ANGELES IN HONDURAS KENNEN.

Vögel, Katzen und Hunde vertragen sich nicht immer sehr gut. Normalerweise ist immer einer hinter dem anderen her.

Aber zu Hause beim neunjährigen Omar Salgado in Honduras ist es nicht ungewöhnlich, ihn mit dem grünen Sittich der Familie auf dem Arm anzutreffen, während die Katze vom Dach herab zuschaut. Oder die Katze streicht gemächlich um die im Freien befindliche Küche, während der Hund neben der Tür liegt. Alle scheinen gut miteinander auszukommen.

Omar lächelt, als er den Sittich in den Käfig zurückbringt, damit er die Hühner füttern kann. Er ist froh darüber, dass er dabei helfen kann, für die Tiere seiner Familie zu sorgen. Dass er gern hilft, macht nicht nur seine Eltern glücklich – es ist auch ein Schlüssel dafür, dass Omar gut mit anderen auskommt.

Sie kümmern sich umeinander

Bei Familie Salgado hilft jeder mit. Aber Omar weiß, dass seine Eltern von ihm als dem ältesten Sohn erwarten, dass er seinen jüngeren Geschwistern zur Hand geht, wenn sie Hilfe brauchen.

Es ist Omar wichtig, seine Eltern zu ehren und seine Familie zu stärken. Die Salgados müssen sich aufeinander verlassen können, weil sie nicht viele Nachbarn haben. Das nächste Haus ist einen Fußmarsch von min- destens zehn Minuten entfernt.

Omar trifft zwar seine Freunde in der Schule und am Sonntag in der Kirche, aber er verbringt viel Zeit mit seinem sechsjährigen Bruder Arnold und seiner vierjährigen Schwester Nathaly. Genau wie ihre Tiere vertragen sie sich ziemlich gut.

„Wir versuchen, uns nicht zu streiten“, meint Omar – schließlich ist es viel lustiger, wenn man sich gut versteht.

Sie verbringen Zeit miteinander

Wenn Omar, Arnold und Nathaly zusammen sind, fällt ihnen immer etwas ein, was sie tun können. Zum Beispiel singt die ganze Familie gern Kirchenlieder. Omars Lieblingslied ist: „Lehr mich zu wandeln“ (Liederbuch für Kinder, Seite 70).

Die drei spielen auch sehr gerne zusammen. Eines ihrer Lieblingsspiele ist Verstecken; sie verstecken sich im Haus, draußen in der Nähe des Hauses und in den umliegenden Wäldern. Fangen spielen sie auch sehr gerne. Dann jagen sie einander um das Haus herum.

„Ich spiele gern mit ihm“, sagt Arnold über seinen älteren Bruder.

Das Leben im Tal der Engel

Während Arnold gerne mit Omar spielt, malt Nathaly lieber mit ihm.

Omar hat Spaß daran, etwas mit seinen Buntstiften zu zeichnen und dann auszumalen. Am liebsten malt er Landschaften, Berge und Häuser. Das ist auch kein Wunder. Dort wo er lebt, in den Bergen in der Nähe von Valle de Angeles, einer Stadt, die für ihre hervorragenden Kunstmaler bekannt ist, gibt es genügend Schönes, was sich zu malen lohnt. Selbst der Name der Stadt ist schön. Er bedeutet „Tal der Engel“.

Herrliche Bäume und Pflanzen wachsen in den Tälern und auf den Bergen in der Umgebung. Omars Familie wohnt auf einer Blumenfarm. Sein Vater kümmert sich um die schönen Blumen, die später verkauft werden.

Omar füllt ganze Hefte mit seinen bunten Zeichnungen. Und oft sitzt Nathaly gleich neben ihm und malt ebenfalls.

Er lernt, gut zu sein

Dass alle gut miteinander auskommen und vieles gemeinsam unternehmen, trägt dazu bei, dass Omars Familie stark ist. Außerdem gehen sie gemeinsam in die Kirche und lesen zusammen in den heiligen Schriften.

„Ich lerne eine Menge in der PV“, meint Omar. „Ich habe tolle Lehrer.“

In der PV lernt Omar viel über Jesus. Er sagt, wenn er mehr über Jesus lernt, weiß er besser, wie er seinen Eltern helfen und ein guter Sohn sein kann.

Omar liest besonders gerne Geschichten aus dem Buch Mormon. „Ich mag Nephi“, sagt er. Seine Lieblingsgeschichten sind die, in der die eiserne Stange vorkommt, und die, in der Nephi das Schiff baut. Nephi war ein guter Sohn, der immer versucht hat, seine Familie zu stärken.

„Nephi war gehorsam“, sagt Omar, nachdem er mit dem Füttern der Hühner fertig ist. Er stellt das Futter auf die Seite und wartet kurz ab, um zu sehen, ob es noch etwas für ihn zu tun gibt, bevor er losrennt, um Fangen zu spielen. „Ich versuche auch, gehorsam zu sein.“