Heilige Schriften
Levitikus 1


Das dritte Buch Mose
(genannt Levitikus, d.h. Priesterbuch)

Kapitel 1

Zur Sühne für Sünden werden fehlerlose Tiere geopfert – Brandopfer sind ein lieblicher Geruch für den Herrn.

1 Der Herr berief hierauf Mose und gebot ihm aus dem Offenbarungszelte Folgendes:

2 „Rede zu den Israeliten und befiehl ihnen: Wenn jemand von euch dem Herrn eine Opfergabe darbringen will, so sollt ihr eure Opfergabe vom Vieh, und zwar von den Rindern und vom Kleinvieh, darbringen.

3 Wenn seine Opfergabe in einem Brandopfer bestehen soll, und zwar von einem Rind, so muss er ein fehlerloses männliches Tier opfern. Er bringe dieses aus freien Stücken an den Eingang des Offenbarungszeltes, damit es ihm das Wohlgefallen des Herrn verschaffe.

4 Dann lege er seine Hand auf den Kopf des Brandopfertieres, so wird es wohlgefällig aufgenommen werden und ihm Sühne verschaffen.

5 Hierauf schlachte man das junge Rind vor dem Herrn; und die Priester, die Söhne Aarons, sollen das Blut herbringen, und zwar so, dass sie das Blut ringsum an den Altar sprengen, der am Eingang des Offenbarungszeltes steht.

6 Dann soll man dem Brandopfertier die Haut abziehen und es in seine Stücke zerlegen;

7 die Söhne Aarons aber, die Priester, sollen Feuer auf den Altar tun und Holzstücke über dem Feuer aufschichten;

8 sodann sollen die Söhne Aarons, die Priester, die Stücke, auch den Kopf und das Fett, auf dem Holz, das auf dem Altar über dem Feuer liegt, zurechtlegen.

9 Die Eingeweide und Beine des Tieres aber soll man mit Wasser waschen, und der Priester soll dann das Ganze auf dem Altar in Rauch aufgehen lassen: So ist es ein Brandopfer, ein Feueropfer zum lieblichen Geruch für den Herrn.

10 Wenn aber seine Opfergabe, die ein Brandopfer sein soll, in einem Stück Kleinvieh, einem Schaf oder einer Ziege, besteht, so muss es ein männliches, fehlerloses Tier sein, das er zum Opfer bringt.

11 Man schlachte dieses vor dem Herrn an der Nordseite des Altars; die Söhne Aarons aber, die Priester, sollen das Blut des Tieres ringsum an den Altar sprengen.

12 Dann soll man es in seine Stücke zerlegen, und der Priester soll diese, und zwar auch den Kopf und das Fett, auf dem Holz, das auf dem Altar über dem Feuer liegt, zurechtlegen.

13 Die Eingeweide und Beine aber soll man mit Wasser waschen, und der Priester soll dann das Ganze darbringen und es auf dem Altar in Rauch aufgehen lassen: So ist es ein Brandopfer, ein Feueropfer zum lieblichen Geruch für den Herrn.

14 Wenn aber seine Opfergabe für den Herrn, die ein Brandopfer sein soll, in Geflügel besteht, so müssen es Turteltauben oder junge Tauben sein, die er als Opfergabe darbringt.

15 Der Priester bringe das Tier an den Altar, knicke ihm den Kopf ab und lasse diesen auf dem Altar in Rauch aufgehen; das Blut aber lasse er an der Wand des Altars auslaufen.

16 Darauf soll er den Kropf mit seinem Inhalt entfernen und ihn neben den Altar gegen Osten auf die Aschenstelle werfen.

17 Hierauf soll er dem Vogel die Flügel einreißen, jedoch ohne sie ganz abzutrennen, und der Priester soll ihn auf dem Altar, auf dem Holz, das über dem Feuer liegt, in Rauch aufgehen lassen: So ist es ein Brandopfer, ein Feueropfer zum lieblichen Geruch für den Herrn.“