2012
Website der Kirche zum Thema Behinderungen jetzt in neun weiteren Sprachen
Juni 2012


Website der Kirche zum Thema Behinderungen jetzt in neun weiteren Sprachen

Die Website lds.org/disability wurde 2007, zunächst auf Englisch, eingeführt, um Material aus verschiedenen Handbüchern, Leitfäden oder von anderen Websites zusammenzutragen, damit man von einer Stelle aus auf Hilfestellungen und Anregungen zugreifen kann.

Im Laufe des Jahres 2012 wird dieses Material (darunter Informationen über zehn verschiedene Kategorien von Behinderungen und eine Vielzahl weiterer Hilfen) nun in neun weiteren Sprachen zugänglich gemacht: Chinesisch, Deutsch, Französisch, Italienisch, Japanisch, Koreanisch, Portugiesisch, Russisch und Spanisch.

Diese Änderung kommt Familien wie Familie Varin aus Paris zugute. Raymond und Isabell Varin hatten bereits ihren Sohn Jérôme, als ihr zweiter Sohn Jérémy mit Down-Syndrom auf die Welt kam. Auch wenn die Diagnose für Jérémys Eltern zunächst ein Schock war – sie wussten zu diesem Zeitpunkt nur sehr wenig über das Down-Syndrom –, haben sie doch größtenteils positive Erfahrungen im Zusammenhang mit Jérémys Behinderung gemacht. Bruder Varin berichtet, dass viele Menschen Jérémy sehr ins Herz geschlossen haben. Die Mitglieder der Kirche begegnen ihm besonders freundlich und liebevoll und sind dankbar für ihn.

Er ist der Ansicht, dass die Website dazu beitragen wird, eine solche Einstellung zu fördern. „Führungsbeamte und Lehrer können sich über Behinderungen informieren und erhalten Anregungen dazu, wie man sich auf bestimmte Gegebenheiten einstellt und damit umgeht“, erklärt er.

Die Seite sei aber gleichermaßen für Menschen mit Behinderungen wie für deren Familien wertvoll, meint er, wobei es aber weniger um die Information gehe, sondern vielmehr darum, ihnen Mut zu machen.

„Die Seite ist für Familien mit einem behinderten Angehörigen wertvoll, weil sie Unterstützung bietet“, erklärt er. „Erfahrungen und Zeugnisse von anderen Betroffenen erweitern das Blickfeld und lassen einen positiver in die Zukunft blicken. Deshalb ist es so wichtig, dass dieses Material in verschiedenen Sprachen zur Verfügung steht.“

Elder Keith R. Edwards von den Siebzigern, der den Service der Kirche für Menschen mit einer Behinderung berät, stimmt dem zu.

„Mitglieder mit Behinderungen, ihre Familien sowie Betreuer werden feststellen, dass wir alle gemeinsam auf ein Ziel hinarbeiten, nämlich ,die Unsterblichkeit und das ewige Leben des Menschen zustande zu bringen‘. Und dieses Ziel erfordert, dass wir ,eines Sinnes und eines Herzens‘ sind“, erklärt Elder Edwards (siehe Mose 1:39; 7:18). „Betroffene erfahren und wissen, wohin sie sich wenden können, um Hilfe zu bekommen, und sie sehen, dass niemand seinen Kampf alleine ausfechten muss, wenn die Kirche des Herrn so funktioniert, wie es vorgesehen ist.“

Fatima Alves aus Portugal, die an Spina bifida leidet, meint, die Website habe ihr genau dies bewusst gemacht: Sie ist nicht allein.

„Mir bedeutet es viel, dass die Kirche eine Internetseite eingerichtet hat, um Menschen mit Behinderungen zu helfen. So fühlen wir uns mit allen Mitgliedern der Kirche vereint. Mir hilft es zu wissen, dass die Kirche sich um Menschen mit besonderen Herausforderungen sorgt und den Wunsch hat, ihnen zu helfen und sie zu unterstützen“, meint sie.

Elder Edwards sagt, die Veröffentlichung dieser Seite sei eine von vielen Bemühungen der Kirche, alle Mitglieder zu er-reichen.

„Zu unserem Auftrag vom Herrn gehört auch, dass wir jedem das Evangelium in der Weise nahebringen, dass er es verstehen und den vollen Nutzen daraus ziehen kann“, so Elder Edwards. „Uns liegt viel daran, keine Gruppe der Kinder des Herrn zu übersehen, sondern jedem Gelegenheit zu geben, im Evangelium zu wachsen.

Die Internetseite soll nicht nur den Einzelnen unterstützen, sondern auch Führungsbeamte darüber informieren, wie sie helfen oder wohin sie sich wenden können, wenn sie Mitgliedern mit Behinderungen beistehen möchten“, erläutert er.

Natürlich soll die Internetseite den persönlichen, individuellen Kontakt der Mitglieder untereinander nicht ersetzen.

„Über die Jahre ist es uns manchmal mehr und manchmal weniger gut gelungen, mit besonderen Bedürfnissen Einzelner in der Kirche umzugehen“, sagt Elder Edwards. „Meist ist es dann gelungen, wenn Einzelne sich vorgenommen haben, etwas zum Guten zu verändern. Der Schlüssel dazu, jedem zu helfen – ob er nun eine Behinderung hat oder nicht –, liegt darin, den Betreffenden lieb zu haben und sich in dem Bemühen, auf ihn zuzugehen und ihm zu helfen, vom Heiligen Geist leiten zu lassen.

Uns allen ist aufgetragen worden, unseren Nächsten zu lieben wie uns selbst (siehe Matthäus 19:19). Die Kirche bietet uns einfach eine weitere Form der Unterstützung, damit wir Verständnis entwickeln und unseren Wunsch, im Werk des Herrn zu dienen, erfolgreich in die Tat umsetzen können.“

Die Website der Kirche zum Thema Behinderungen wird ab 2012 in zehn Sprachen zur Verfügung stehen: Chinesisch, Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Japanisch, Koreanisch (hier abgebildet), Portugiesisch, Russisch und Spanisch.