Family reading scriptures

Gottes Prophet auf Erden, Präsident Thomas S. Monson, hat erklärt: „Heute stehen wir dem größten Aufgebot an Sünde, Laster und Übeltun gegenüber, das wir jemals vor Augen hatten.“1

Würde es Sie überraschen, dass Präsident Monson dies vor 50 Jahren gesagt hat? Wenn wir damals bereits dem größten Aufgebot an Schlechtigkeit gegenübergestanden haben, wie viel mehr bedrohen uns Übeltun und Böses dann heute? Aus gutem Grund hat der Herr über unsere Evangeliumszeit gesagt: „Siehe, der Feind hat sich zusammengeschlossen.“ (LuB 38:12.)

Der Krieg, in den wir alle einberufen wurden,2 hat begonnen, bevor wir auf der Erde geboren wurden. Er hat bereits vor der Erschaffung der Erde begonnen. Er hat bereits vor vielen Jahrtausenden im vorirdischen Dasein begonnen. Der Satan lehnte sich dort auf und „trachtete [danach], die Selbständigkeit des Menschen zu vernichten“ (Mose 4:3).

Er verlor die Schlacht und „wurde auf die Erde gestürzt“ (Offenbarung 12:9), wo er seinen Krieg weiterführt. Hier auf der Erde „führt er Krieg mit den Heiligen Gottes und schließt sie ringsum ein“ (LuB 76:29) – mit Lügen, Täuschung und Versuchungen.

Er führt Krieg gegen die Propheten und Apostel. Er führt Krieg gegen das Gesetz der Keuschheit und den heiligen Bund der Ehe. Er führt Krieg gegen die Familie und den Tempel. Er führt Krieg gegen alles, was gut und heilig ist.

Wie bekämpft man solch einen Feind? Wie bekämpft man das Böse, das unsere Welt zu überschwemmen droht? Wie sieht unsere Rüstung aus? Wer sind unsere Verbündeten?

Die Macht des Lammes Gottes

Der Prophet Joseph Smith hat gesagt: „Der Teufel hat nur so viel Macht über uns, wie wir ihm einräumen.“3

Nephi sah unsere Zeit und „die Macht des Lammes Gottes, dass sie auf die Heiligen der Kirche des Lammes herabkam und auf das Bundesvolk des Herrn, das über das ganze Antlitz der Erde zerstreut war; und sie waren mit Rechtschaffenheit und mit der Macht Gottes in großer Herrlichkeit ausgerüstet“ (1 Nephi 14:14; Hervorhebung hinzugefügt).

Wie rüsten wir uns mit Rechtschaffenheit und Macht aus? Wir halten den Sabbat heilig und ehren das Priestertum. Wir gehen heilige Bündnisse ein und halten diese, wir betreiben Familienforschung und gehen in den Tempel. Wir sind ständig bemüht, umzukehren, und flehen den Herrn an: „Wende das sühnende Blut Christi an, damit wir Vergebung empfangen für unsere Sünden.“ (Mosia 4:2.) Wir beten und dienen, wir legen Zeugnis ab und üben Glauben an Jesus Christus aus.

Wir rüsten uns auch mit Rechtschaffenheit und Macht aus, wenn wir „in [unserem] Sinn beständig Worte des Lebens [aufhäufen] wie einen Schatz“ (LuB 84:85). Wir häufen diese Worte wie einen Schatz auf, wenn wir uns in die heiligen Schriften und die Worte der erwählten Diener des Herrn vertiefen, die uns bei der Generalkonferenz nächsten Monat seinen Willen, seinen Sinn und seine Stimme (siehe LuB 68:4) kundtun.

Bei unserem Kampf gegen das Böse dürfen wir nicht vergessen, dass wir Hilfe von beiden Seiten des Schleiers bekommen. Zu unseren Verbündeten zählen Gott, der ewige Vater, der Herr Jesus Christus und der Heilige Geist.

Es zählen dazu aber auch die unsichtbaren Heerscharen des Himmels. „Fürchte dich nicht“, sagte Elischa einem ängstlichen jungen Mann, als sie Heerscharen des Bösen gegenüberstanden, „bei uns sind mehr als bei ihnen.“ (2 Könige 6:15,16.)

Wir brauchen uns nicht zu fürchten. Gott liebt seine Heiligen. Er wird uns nie im Stich lassen.

Gott hat meine Gebete und mein Flehen erhört und mich aus den Fängen des Bösen befreit. Ich bezeuge: Mit der Hilfe von Gottvater, dem Erretter der Welt und dem Heiligen Geist können wir sicher sein, dass wir mehr als genug Macht haben, allen bösen Mächten, denen wir ausgesetzt sind, zu widerstehen.

Mögen wir stets mit Rechtschaffenheit ausgerüstet sein, damit wir darauf vertrauen können, dass das Gute am Ende siegt.

Wie man Gedanken aus dieser Botschaft vermittelt

Präsident Eyring führt uns vor Augen, dass wir Krieg gegen das Böse führen. Vielleicht möchten Sie mit den Mitgliedern, die Sie besuchen, zu Beginn das Lied „Vorwärts, Christi Jünger“ (Gesangbuch, Nr. 162) singen. Dann könnten Sie jemanden erzählen lassen, wie er bereits durch Rechtschaffenheit beschützt worden ist. Überlegen Sie zudem gemeinsam, wie man seine Familie gegen den Satan schützen kann (erbauliche Filme und Musik, Familienrat, wöchentlicher Familienabend und dergleichen). Fordern Sie die Mitglieder auf, gebeterfüllt darüber nachzudenken, wie sie ihre Familie besser schützen können. Ermuntern Sie sie, einen Plan auszuarbeiten und in die Tat umzusetzen.

Jugendliche

Ich hatte mich bereits entschieden

Die Verfasserin lebt in Utah.

Bei einem JD-Unterricht über sexuelle Reinheit – ein Thema, bei dem viele der Mädchen lieber im Erdboden versunken wären – habe ich einmal etwas Wichtiges gelernt. Ich kann mich nicht an alles aus dem Unterricht erinnern, aber ich weiß noch, dass die JD-Leiterin über einen ihrer persönlichen Grundsätze sprach, nämlich dass sie immer sexuell rein bleiben wollte. Ihre Worte blieben mir im Gedächtnis, und ich beschloss felsenfest, dies auch zu einem meiner ureigenen Werte zu machen.

Eines Tages fuhr ich mit dem Bus von einer Sportveranstaltung nach Hause, und jemand im Bus schlug vor, Wahrheit oder Pflicht zu spielen. Da uns langweilig war, machten einige andere Jugendliche und ich mit. Als ich an der Reihe war, sollte ich etwas machen, wovon ich wusste, dass es nicht richtig war. Die Entscheidung wäre mir womöglich schwergefallen, wenn mir nicht die Worte meiner JD-Leiterin in den Sinn gekommen wären. Doch so fiel es mir leicht: Ich lehnte sofort ab. Ich hatte mich bereits entschieden, was ich in so einer Situation tun würde.

Wenn wir in die Kirche gehen und dem, was wir dort lernen, Raum geben, werden wir mit mehr geistiger Kraft gesegnet und vor den Versuchungen der Welt beschützt.

Kinder

Leg deine Rüstung an

Es gibt viel Schlechtes in der heutigen Welt. Doch das Evangelium ist ein Schutzschild. Präsident Eyring hat uns 10 Ratschläge gegeben, wie wir uns schützen können. Such jeweils die passende Zahl im Bild und verbinde die Punkte links und rechts von der Zahl. Male das Bild zum Schluss aus.

  1. 1.

    Halte den Sabbat heilig

  2. 2.

    Ehre das Priestertum

  3. 3.

    Schließe heilige Bündnisse und halte sie

  4. 4.

    Beschäftige dich mit deiner Familiengeschichte

  5. 5.

    Geh in den Tempel

  6. 6.

    Übe Umkehr

  7. 7.

    Bete

  8. 8.

    Diene deinen Mitmenschen

  9. 9.

    Gib Zeugnis

  10. 10.

    Lies in den heiligen Schriften

Quellenangaben anzeigen

    Anmerkungen

  1.   1.

    Thomas S. Monson, „Correlation Brings Blessings“, Relief Society Magazine, April 1967, Seite 247; zitiert in Boyd K. Packer, „Die Macht des Priestertums“, Liahona, Mai 2010, Seite 6

  2.   2.

    Siehe „We Are All Enlisted“, Hymns, Nr. 250

  3.   3.

    Lehren der Präsidenten der Kirche: Joseph Smith, Seite 235