2007
Kirche sorgt für Bewegungsfreiheit in Palau
Januar 2007


Kirche sorgt für Bewegungsfreiheit in Palau

Jedes Jahr verteilt die Kirche in 70 Ländern 40 000 Rollstühle und setzt so unablässig ihre Bemühungen fort, Menschen in aller Welt zu mehr Bewegungsfreiheit zu verhelfen. Im August 2006 gingen 250 neue Rollstühle nach Palau, einen Inselstaat einige hundert Meilen südöstlich der Philippinen. Das Rollstuhl-Programm ist für Tausende ein Segen, und jedes einzelne Schicksal und die Bedürfnisse all dieser Menschen sind ein Ansporn, es weiter fortzusetzen.

Vor 14 Jahren wurde Junior Senardo, der einer anderen Kirche angehört, bei einem Zwischenfall von einer Gewehrkugel im Genick getroffen. Er ist seither gelähmt. Durch die Verletzung war er ans Bett gefesselt und auch in den einfachsten Dingen auf die Hilfe anderer angewiesen. All dies änderte sich am 16. August 2006, als das Palauische Gesundheitsministerium Senardo einen der neuen Rollstühle von der Kirche überreichte. Jetzt freut er sich schon darauf, sonntags in seine Kirche und später einmal zu einem Ballspiel fahren zu können.

Auch Jonathan Remengesau ist dankbar, dass er einen neuen Rollstuhl bekommen hat. Infolge Diabetes musste ihm 2002 ein Bein amputiert werden. Als sein alter Rollstuhl schließlich nicht mehr wollte, schaute er sich nach einem neuen um. Bestürzt stellte er fest, was ein neuer Rollstuhl kostet – normalerweise über 700 Dollar! Das konnte er sich bei seinem bescheidenen Einkommen nicht leisten. Der Sperrholzsitz an seinem alten Rollstuhl scheuerte aber seine Beine auf und verursachte ihm Schmerzen. Schließlich gab er die Hoffnung auf und nahm sich vor, das Haus möglichst nicht mehr zu verlassen. Wie groß war seine Freude, als er hörte, dass er für einen Gratis-Rollstuhl ausersehen worden war!

„Es ist wirklich das erste Mal, dass mir jemand so geholfen hat“, sagte er, als er in seinem neuen Rollstuhl saß.

Mit der letzten Spendenlieferung der Kirche kam auch der erste Rollstuhl für die zehnjährige Diraingas Edeyaoch. Ehe sie ihn bekam, musste sie überall herumgetragen werden. Je älter sie jedoch wurde, desto schwerer wurde diese Aufgabe. Heute schmiedet ihr Vater Pläne, sie einmal in Gegenden mitzunehmen, wo sie gerne ist.

Dies sind nur drei Beispiele für all die Menschen in Palau, denen mit einem Rollstuhl von der Kirche zu neuer Bewegungsfreiheit verholfen wurde.

Wie Gesundheitsminister Victor Yano sagte, seien die gespendeten 250 Rollstühle für die Bevölkerung Palaus ein großer Segen. Er dankte der Kirche, dass sie es Menschen, die nur wenig verdienen und dauerhaft behindert sind, ermöglicht, kostenlos einen Rollstuhl zu erhalten. Rebluud Kesolei, Präsident des Zweiges Koror Topside, und Bill Davis, Versandleiter in Guam, die die Spende für die Menschen in Palau in die Wege geleitet hatten, nahmen als Vertreter der Kirche den Dank entgegen.

Die Rollstuhlaktion gehört zu den zahlreichen humanitären Hilfsleistungen und Entwicklungsprogrammen, an denen die Kirche sich in aller Welt aktiv beteiligt. Ihre humanitären Programme werden allerdings nicht nur aus Spenden von Mitgliedern finanziert. Ziel der Programme ist, Kindern und Familien aus allen Ländern und allen Religionen zu helfen. Es geht darum, Leid zu lindern, Menschen zur Selbsthilfe anzuregen und ihnen Gelegenheit zu verschaffen, sich nützlich zu machen.