Das wahre Weihnachten
    Fußnoten

    Bis aufs Wiedersehen

    Das wahre Weihnachten

    Nach dem Artikel „Das wahre Weihnachten“, Liahona, Dezember 2005, Seite 12–15

    Das wahre Weihnachten erlebt der, der Christus in seinem Leben angenommen hat.

    Paulus brachte in seinem kurzen Brief an die Galater große Sorge über ihren offensichtlichen Unglauben und ihre Abkehr von seinen Lehren über Christus zum Ausdruck. Er schrieb ihnen: „Gut wäre es, wenn ihr euch zu jeder Zeit in guter Absicht um mich bemühen würdet und nicht nur dann, wenn ich bei euch bin, bei euch, meinen Kindern, für die ich von neuem Geburtswehen erleide, bis Christus in euch Gestalt annimmt.“ (Galater 4:18,19.) Anders ausgedrückt: Paulus erklärt, er erleide Schmerzen und mache sich Sorgen, bis Christus in ihnen „Gestalt annimmt“. Das ist eine andere Formulierung für „in Christus“, die Paulus wiederholt in seinen Briefen benutzt.

    Christus kann tatsächlich im Leben eines Menschen geboren werden, und wenn das geschieht, ist der Betreffende „in Christus“ – Christus „nimmt in ihm Gestalt an“. Das setzt voraus, dass wir Christus von ganzem Herzen annehmen und ihn zu einem lebendigen Einfluss in unserem Leben machen. Dass er lebt, ist nicht nur eine allgemeine Wahrheit oder eine historische Tatsache, sondern er ist der Erretter der Menschen überall und zu allen Zeiten. Wenn wir danach streben, ihm ähnlich zu werden, nimmt er „in uns Gestalt“ an. Wenn wir die Tür öffnen, tritt er ein. Wenn wir seinen Rat suchen, gibt er uns Rat. Damit Christus in uns „Gestalt annehmen“ kann, müssen wir an ihn und sein Sühnopfer glauben. Ein solcher Glaube und das Halten seiner Gebote sind keine Beschränkungen, die uns auferlegt werden. Durch sie werden Menschen frei gemacht. Dieser Friedensfürst wartet darauf, uns Seelenfrieden zu schenken, wodurch ein jeder von uns von diesem Frieden erfüllt werden kann.

    Das wahre Weihnachten erlebt der, der Christus als treibende, dynamische und belebende Macht in seinem Leben angenommen hat.

    James Wallingford schrieb in seinen Betrachtungen über Weihnachten die folgenden Zeilen:

    Weihnachten ist nicht ein Tag oder eine Jahreszeit, sondern die Einstellung von Herz und Verstand.

    Wenn wir unseren Nächsten lieben wie uns selbst,

    wenn wir im Reichtum arm sind vor Gott und in unserer Armut reich an Güte,

    wenn wir mit unserer Nächstenliebe nicht prahlen, sondern langmütig und gütig sind,

    und wenn unser Bruder um einen Laib Brot bittet, wir stattdessen etwas von uns selbst geben, wenn jeder Tag mit neuen Möglichkeiten beginnt und etwas erreicht ist, wenn er sich neigt, auch wenn es wenig war –

    dann ist jeder Tag Christus geweiht und Weihnachten ist immer nah.

    (In Charles L. Wallis, Hg., Words of Life, 1966, Seite 33.)

    Wenn Sie den wahren Geist der Weihnacht entdecken und an seinem erquickenden Gefühl teilhaben wollen, habe ich einen Vorschlag für Sie: Nehmen Sie sich in der Hektik dieser Weihnachtszeit die Zeit, Ihr Herz Gott zuzuwenden. Knien Sie in einer stillen Stunde und an einem stillen Ort nieder und danken Sie – allein oder gemeinsam mit Ihren Lieben – für das Gute, was Ihnen zuteilgeworden ist, und bitten Sie, dass sein Geist in Ihnen wohnen möge, während Sie ernsthaft danach streben, ihm zu dienen und seine Gebote zu halten. Er wird Sie an der Hand nehmen, und seine Verheißungen gehen in Erfüllung.